Live-Reviews

Masters Of Cassel-Festival

26.12.2005, Kassel, Musiktheater

Irgendwie hatte ich schon den ganzen Nachmittag über ein super Gefühl, dass wir unseren Besuch beim Masters Of Cassel-Festival nicht bereuen würden. Gut, dass sich diese Einschätzung später als richtig herausstellen sollte. Schon im Vorfeld und auch später während des Festivals erlebten wir eine Menge lustiger, seltsamer, unterhaltsamer und zuweilen auch recht kurioser Dinge, doch am besten beginne ich sinnvollerweise von vorn:
Bereits vor dem Festival erlebten wir die erste lustige Schote an der Tankstelle. Wir waren in einem größeren Grüppchen mit drei Autos unterwegs. Als wir an einer Tankstelle hielten, weil ein Fahrer tanken musste und der Rest unserer Truppe die Pause zum Fressalien holen nutzen wollte. Gesagt, getan! Meine Freundin hatte sich nach nur wenigen Augenblicken recht schnell entschieden und stand schon zahlungsbereit an der Kasse. Ich merkte, dass mir zwecks näheren Wohlbefindens noch eine Dose Red Bull fehlte, die ich mir schnellstens aus dem Regal nahm und anschließend im Eiltempo zur Kasse stürmte. Hinter meiner Freundin hatte sich bereits eine längere Warteschlange gebildet. Glücklicherweise war noch eine kleine Lücke frei. Ich sprang mit einem Satz hinein und stand plötzlich in voller Montur neben ihr.
Ein kurzer strenger Blick nach rechts symbolisierte mir, dass niemand etwas sagte oder gar in irgendeiner Form Anstalten machte, sich zu beschweren, dass ich so überraschend in die Lücke getreten war. Stattdessen bezahlte meine Freundin so schnell es ging, während ich ihr folgte dem Kassierer ein über beide Backen breit grinsendes, freundliches Lächeln schenkte und laut zu ihm sagte: »Wir müssen uns beeilen Schatz, die Zeit wird knapp. Wir können die Leute doch nicht so lange warten lassen.«.
Anschließend ging es direkt weiter zum Proberaum der Twilight Prophecies, die bereits als zweite Band des Billings auf die Bühne mussten, da ein Teil der Bandmitglieder noch einige wichtige Gegenstände besorgen musste. Gegen 16:00 Uhr am Musiktheater angekommen suchten wir zunächst in aller Eile den kleinen Hintereingang der Dark Area auf, um freundlich an der Tür mitgeteilt zu bekommen, dass es wohl noch ein knappes halbes Stündchen dauerte, bis der Vordereingang der Nachthallen seine Pforten öffnen würde.
Bevor wir zum vorderen Eingang gingen, genehmigten sich meine Freundin und unserer Fahrer vorm Eingang zum Musiktheater noch einen schmackhaften Döner, während ich mich des Döners enthaltend, mir von einem fröhlichen Grüppchen vorm Eingang wartender Leutchens, die sich gleich eine halbe Tüte Bölkstoff (Bier) organisiert hatten, noch eine halbe Pet-Flasche Grafenwalder geben ließ, um meinem Magen bei eisiger Kälte und herrschenden Minusgraden etwas Gutes zu tun. Bier in Pet-Flaschen: Kann das Gutgehen? Ja, - es kann (!), wie sich bereits am frühen Nachmittag herausstellen sollte. Eine mir zusätzlich angebotene Literflasche Cola mit Whisky lehnte ich höflich aber bestimmt ab, da ich hochprozentig alkoholischen Getränken generell in aller Form sehr abgeneigt bin. Dennoch wusste ich das nett gemeinte Angebot des jungen Mannes zu schätzen, woraufhin ich mich noch einmal freundlich bedankte und mich anschließend noch ein wenig mit ihm und den anderen Mitgliedern des kleinen Grüppchens locker unterhielt, ehe meine Freundin und unser Fahrer mich irgendwann aufforderten, das Gespräch im eigenen Interesse zu beenden und den Rest der Wartezeit, (bis wir unsere bislang unerledigten Formalitäten an der Nachthallen-Eingangskasse erfüllen konnten) bei dieser beißenden Kälte besser im Auto zu verbringen. Wer käme angesichts gegebener Umstände einer solchen Aufforderung nicht gerne nach?
Das Musiktheater öffnete beinahe rechtzeitig die Pforten und nach gut viertelstündiger Wartezeit hatten wir schließlich den Eingang passiert und das Festival konnte beginnen ... Toschi

Downtime
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Downtime durften das Festival mit knapp einer guten halben Stunde Spielzeit erstaunlich pünktlich eröffnen (jaaa, man hat auch in Kassel dazugelernt) und lösten diese Aufgabe recht ordentlich. Erstaunlich, dass sich bereits viele Fans am Nachmittag im Kasseler Musiktheater (genauer in den Nachthallen) den Weg vor die Bühne und zur Theke gefunden hatten, um den schnellen, aggressiven Metalcore-Klängen der Band zu lauschen. Die Maßnahme seitens der Veranstalter, eine Metalcore-Band als Anheizer für's Billing zu nehmen, erwieß sich somit von vornherein als goldrichtig. Der kraftvolle und laute Sound des Fünfers entfaltete schon nach kurzer Zeit volle Wirkung und hinterließ nicht wenige zufriedene Fans harter Klänge. Toschi

Twilight Prophecies
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Twilight Prophecies lagen anschließend am etwas späteren Nachmittag zeitlich sehr ungünstig. Denn nachdem viele BesucherInnen ersteinmal den Auftakt abgewartet hatten, füllten sich in beträchtlichem Maße die Theken, da viele der Anwesenden es vorzogen, sich zunächst ersteinmal in aller Ruhe am Tresen das wohlverdiente Glas Gerstensaftkaltschale zu genehmigen. Wie bei Twilight Prophecies Auftritten beinahe standesgemäß üblich, hatte die Band während ihres ebenfalls halbstündigen Sets mal wieder mit starken Soundproblemen zu kämpfen.
Ungeachtet davon hielt sich das Publikum zunächst bei den ersten drei Stücken weitestgehend zurück, ehe die Band Reaper-Frontmann Daniel auf die Bühne bat, um in gemeinsamer Kooperation den Grave Digger-Klassiker »Rebellion« vom Erfolgsalbum »Tunes Of War« in würdiger Weise zu vertonen, womit auch das Stimmungslevel im Publikum ein wenig anstieg.
Bei den letzten drei Stücken »Human Storage«, sowie »Cryptic Life« und vom »Cold Burning Soul« (der Titeltrack) vom aktuellen Minitracker »Cold Burning Soul« schaffte es der nordhessische Black-Deathmetal Vierer zumindest noch einige Fans aus der Reserve zu locken, die anschließend folgenden, noch recht verhaltenen Zugaberufe gaben den Verlauf des Gigs deutlich wider: Schwacher Anfang, ordentlicher Mittelteil, gutes Ende, ergibt unterm Strich eine zufriedenstellende Leistung. Immerhin fand sogar meine Freundin, die mit Black und Deathmetal sonst eigentlich gar nix anzufangen weiß, ebenfalls Gefallen am Gig und ließ sich nach dem Auftritt sogar eine CD von der gesamten Band signieren. - Unglaublich! Toschi

Backstep
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Backstep lagen mir stilistisch überhaupt nicht (zuviel Metalcore), war das Musik oder Krach was die Band darbot, irgendwie klang die ganze Choose auch ziemlich matschig und verwaschen, weshalb ich bereits nach den ersten beiden Songs meinen sicheren Platz am runden Tisch verließ und so schnell es ging, die nächste Bar aufsuchte, mir dort einen großen Kirschsaft bestellte und es anschließend vorzog, im Zwischenraum vor den Nachthallen in gemeinsamer Runde mit meiner Maus, einigen Freunden und Kumpels gemütlich zu Chillen. Toschi

Vom Auftritt der Alternative-Corler Gutlock, die das Abendprogramm einläuteten, bekam ich, an diesem Abend vertieft in so manch wichtiges Gespräch im Zwischenraum-Foyer am frühen Abend leider so gut wie überhaupt nichts mit, weshalb an dieser Stelle dementsprechend auch kein Review erfolgt. Schade, aber leider nun mal nicht zu ändern! Toschi

Mesmerized
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Mesmerized waren ganz klar bis zu diesem Zeitpunkt die Abräumer des Abends (!!!) Mit ihrem super druckvollen Sound spielten Chris (Drums), Sebi-Sebastian (Leadgitarre), Nils (Rhythmusgitarre und Keyboard), Mike (Bass) und Frontshouter Armin sich sofort in die Herzen der Fans. Mit ihrer Mischung zwischen Progmetal a la Queensryche, Oldshool-Thrash und Black Metal a la Hypocrisy traf die Band den Nerv des Publikums
Songs wie »Sleepwalker«, »The Stranger«, »Youthful Dreams«, »Choosen One« und »Unbelieve« brachten das Musiktheater zum Kochen. Während des Gigs hielt Armin das Mikrofon in die Menge und fragte, ob noch wer etwas zu sagen hätte. Ein Typ links neben uns rief zaghaft mit heiserer Stimme: »Das war ein toller Gig«. Ein zweiter rechts neben ihm stehender Typ gröhlte in mittlerem Tonfall: »Bier her!« worauf kurzerhand lustiges Gelächter ausbrach. Dann schnappte sich mein Freund das Mikro und gröhlte ein langgezogenes, tiefes »Rock'n' Roooooooooollll!« hinein, dessen Stimme sogar bis ins hinterste Eckchen des MTs zu hören war. Einigen Freaks hinter uns standen plötzlich mächtig die Haare zu Berge ... Hmmm ..., - woran das wohl gelegen hat? *FassungslosKopfschüttel* - Typisch, mein Freund ...!!!
Für mich definitiv die beste Band des Abends! Diese Meinung teilte auch mein Schatz. Rike

Friendly Fire entfachten ein weiteres Metalcore-Feuerwerk auf der Bühne, das starke Fanresonanzen mit sich brachte, allerdings steckte mir noch der Mesmerized-Gig schwer in den Knochen, zumal die meisten Metalcorebands eh irgendwie alle ziemlich gleich langweilig klingen, weshalb ich eine weitere Pause in den ruhigeren Regionen des Foyers bevorzugte. Toschi

My Cold Embrace erwischten zusammen mit Mesmerized und Friendly Fire den wohl günstigsten Zeitpunkt aller Bands des MoC-Billings. Die gut aufgelegte Band spielte sich wie immer straight zu Werke gehend den Arsch ab und wusste mit ihrem Death/Thrashlastigen Hardcore einmal mehr ihre eingeschworene Fangemeinde zu überzeugen, wobei eine kleine Fraktion vor der Bühne frenetisch abmoshte und die Band abfeierte als wären sie der eigentliche Headliner des Masters Of Cassel-Festivals. Zwar verstand ich von Ernies gegurgeltem Gesang an diesem Abend nicht ein einziges Wort, doch juckte mich das wie immer nicht die Bohne, da die Band gewohnt spieltechnisch sicher agierte und der Gesang - Skeptiker mögen da vielleicht anders denken oder mir widersprechen - aus meiner Sicht - wirklich gut zu den Stücken des Fünfers passt.
Dass sich die Nachthallen nach dem einstündigen MCE-Gig aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen spätestens etwa gegen halb Zwölf beträchtlich leerten, war letztlich der Tatsache geschuldet, dass viele BesucherInnen aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen um zeitlich früher nach Hause zu kommen, weite Entfernungen zurücklegen somit eine längere Heimreise antreten und zudem am nächsten Morgen auch sehr früh zur Arbeit erscheinen mussten, wodurch den beiden im Anschluß noch folgenden, eigentlichen Hauptacts des Masters Of Cassel-Festivals zu späterer Stunde der Auftritt wesentlich erschwert wurde. Toschi


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Beim Co-Headliner Burden Of Grief lichteten sich dann merklich die Reihen im MT. Schade eigentlich, da die Warburger Formation an diesem Abend wirklich alle Register ihres Könnens innerhalb der ihr zur Verfügung stehenden fast schon ein wenig zu kurzen einstündigen Spielzeit ziehend, gleich vom ersten Takt schnell, brachial und mit dem druckvollsten Sound aller Bands des Billings zur Sache ging!
Gleich zu Beginn bevor Burden Of Grief loslegten, wartete eine Kasseler All-Star-Band mit einer richtig schön derbe fetten stark DeathMetal-lastigen Metallica-Coverversion des Klassikers Master of Puppets auf, deren Teilnehmerliste sich beinahe wie ein Who Is Who der Kasseler Schwermetallszene liest:
Florian (vocals) Twilight Prophecies, Jan (Vocals) Reaper, Mike (Vocals) Burden Of Grief, Philip (guitars) Burden Of Grief, Daniel (Guitars) Reaper, Johannes (Guitars) Gutlock, Simon (Guitars) Gutlock, Mike (Bass) Mesmerized, Dirk (Bass) Burden Of Grief und Carsten (Drums) ex-Burden Of Grief, Wald. Das kurz zu einer spontanen Jam-Session auf die Bühne gebetene Kasseler-All-Star-Team hatte sogleich die richtige Stimmung unter den wenigen, dafür allerdings um so begeisterter mitgehenden Fans entfacht, denen die »Burdens« wie sie des öfteren schon mal im Szenejargon genannt werden, gnadenlos das volle Brett servierten!
Mit »Aces High« von Iron Maiden wurde einer weiteren Legende in Form einer ultrafetten Coverversion gehuldigt, die es mächtig in sich hatte. Eigene Songs Marke »Under Burning Skies« oder »The Nightmare Within« standen den beiden Coverversionen in nichts nach, schossen immens druckvoll, schnell und brutal aus den Boxen, dass die Fans gar nicht anders konnten, als jetzt nocheinmal mitzugehen.
Burden Of Grief verlangten an diesem Abend ihren Fans alles ab und schonten sich selbst dabei ebenfalls nicht. Von dieser kraftvoll und ehrlich bis auf's Blut agierenden Formation könnten sich manche gestandenen Metalcombos wirklich mal eine dicke Scheibe abschneiden! Beinahe schon abartig spielfreudig, bis in die Haarspitzen motiviert und derart gut in Form freue ich mich immer wieder, diese wichtige Deathmetal-Institution der Kasseler-Härtnerszene auf Tour zu sehen.
Ein toller Gig, der den Co.-Headliner-Status des Fünfers in allen Belangen rechtfertigte. Die Stimmung für die letzte Band war entfacht. Nun durfte man höchst gespannt dem nach kurzer Umbaupause folgenden Reaper-Auftritt entgegensehen ... Toschi

Reaper mussten ebenfalls wie die alle Bands innerhalb eines recht kurz gesteckten zeitlichen Rahmens kurz vor dem anstehenden Gig Feinjustierungen am Sound vornehmen. Nach kurzem Hin und Her ging es schließlich los, die Resonanz fiel ähnlich aus wie bei den zuvor alles gebenden Burden Of Grief, was sich auch vom Kasseler-Szene-Urgestein behaupten lässt. Daniel und Co präsentierten sich trotz des beinahe ein wenig sehr knappen Soundchecks in ebenfalls in guter Verfassung, hatten im Vergleich zum Co-Headliner aber einen etwas schwächeren Sound. Trotz dieser nicht gerade als wirklich günstig zu bezeichnenden Umstände brachte der dennoch gut aufgelegte Vierer die wenigen Fans in den vorderen Reihen zum Ausrasten, um später ähnlich wie bei Burden Of Grief vor Beendigung des Gigs mit Zugaberufen und viel Applaus der tapfer ausharrenden Schar Anwesender belohnt zu werden.
Einige HärtnerInnen zogen es unverständlicherweise vor, sich bereits vor dem Auftritt von Reaper in aller Schnelle noch Barhocker zu besorgen und während des Gigs gemütlich die vorderen Reihen der Bühne zu besetzen. Allerdings wurde durch derartig sinnlose Bedächtigkeit (bzw. Faulheit zum Stehen, die schon beinahe einer passiven Arbeitsverweigerung gleichkommt - schämt euch, ihr Banausen!) der Radius anderer Fans unnötig blockiert, was wohl auch nicht im Sinne eines Live-Autritts sein kann! Etwas mehr Rücksicht wäre diesbezüglich sicher angebracht gewesen, da die nicht gerade kleinen Steinablagebänke der Nachthallen wirklich ausreichend Platz zum Hinsetzen für die paar Männekiekens und Weiberchens boten, die meinten, ihren Allerwertesten nicht mehr entsprechend hochzubekommen.
Nun denn, wie dem auch sei: Mit der irrwitzigen Helloween-Coverversion »Ride The Sky« hatte der Fünfer neben zahlreichen bekannten Songs wie »Azrael«, »Nemesis«, »The Raven«, »Rising From The Sea« etc., sowie der Slow-Motion-Doom-Version des Judas Priest Metal-Evergreens »Breaking The Law« sogar wieder ein weiteres, ganz besonders schmackhaftes Appetithäppchen im Liverepertoire.
Als die Band schließlich nach gut einstündiger Spielzeit matt aber gut gelaunt lächelnd die Bühne verließ und im Saal vollends die Lichter angingen, waren Organisatoren, Musiker und Fans gleichermaßen froh, diesen denkwürdigen Abend im Kasseler Musiktheater gut hinter sich gebracht zu haben. Toschi

Schlußbetrachtung: Ein toller Event der zahlreichen Besuchern trotz teilweise sehr kalten Wetters und widriger Witterungsbedingungen (gefrierende Nässe, Schneeglätte und Eis) viel Spaß und Freude bereitete und für jede Menge Unterhaltung sorgte. Der Stimmung nach zu urteilen hatten die meisten Besucher ihr Kommen nicht bereut. Die über den gesamten Abend anhaltende, wohltuend gemütliche, jederzeit gepflegte Atmosphäre der Veranstaltung und die Bemühungen seitens des Veranstalterteams wirklich allen Wünschen der Besucher soweit wie möglich gerecht zu werden, waren wirklich aller Ehren wert. Nicht nur, dass bei solcher Gelegenheit die Möglichkeit zum regen Knüpfen von Kontakten zwischen Bands und Publikum bestand; was kann es schöneres geben als ein Metalkonzert zum Jahresausklang, womit auch der Termin im Vorfeld des zum Festival aufspielenden Bandbillings günstig gewählt wurde, da beispielsweise Heiligabend wohl viele HärtnerInnen daheim geblieben wären, um zunächst den üppigen Festtagsschmaus zu verdauen und allenthalben erst spät im Musiktheater eingetrudelt wären.
Dank mehrerer Stände war für ausreichend Merchandise gesorgt, wobei die Angebotspalette diverser Fan-Artikel von Journey bis Cannibal Corpse reichte! Das reichhaltige und wirklich erstklassige Getränkeangebot der Nachthallen und die im Vergleich dazu stehenden Getränkepreise des MTs waren human wie immer und die ganze Location für einen solchen Event hervorragend geeignet. Allenthalben die wie immer recht siffigen Toiletten des MTs sollten irgendwann beizeiten überholt werden, doch dieses Argument zählt in Bezug auf das gebotene Festival nicht wirklich, da es nicht dem Veranstalterteam obliegt, diese Kosten zu tragen, sondern eher dem Inhaber des MT in den Sinn kommen müsste, daran etwas zu ändern. Die Idee, kurzerhand einen Dönerstand vor dem Nachthallen-Eingang zu platzieren, um zwischendurch den kleinen oder großen Hunger bei Döner und Pommes zu stillen, erwies sich im Nachhinein ebenfalls als keine schlechte.
Mein Dank geht in erster Linie ans ausrichtende Festivalteam, für eine gut durchdachte Organisation, sowie alle teilnehmenden Bands und natürlich auch an zahlreiche Härtner-Fans, die sich am zweiten Weihnachtsfeiertag in den Kasseler Nachthallen eingefunden hatten, ohne die ein solch großartiger und für die nordhessische Metalszene richtungsweisender Event überhaupt nicht erst möglich gewesen wäre.
Ein kräftiges Prost, auf ein hoffentlich auch im nächsten Jahr zur selben Zeit am selben Ort wieder stattfindendes, 2. Masters Of Cassel-Festival, das weder in musikalischer oder gemeinschaftlicher noch unterhaltsamer Hinsicht die geringsten Wünsche offen ließ. Eine Frage blieb allerdings schlußendlich noch immer ungeklärt: Warum das manchmal sogar an Feiertagen geöffnete Pizzastübchen des MTs ausgerechnet an diesem Abend geschlossen blieb, entzieht sich meiner Kenntnis ... Toschi


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Interviews:

Interview: Twilight Prophecies, 23.10.2003 Weg mit Dieter Bohlen und Co.
Interview: Burden Of Grief, 28.03.2004 Wir haben die Musik geschrieben, die uns gefällt und die wir selber auch hören wollen
Interview: Burden Of Grief, 22.10.2000 ... über Alf kam ich zum Metal ...
Interview: Burden Of Grief, 22.04.2007 Death End Road
Interview: Burden Of Grief, 01.12.2001 Ein Interview mal etwas anders!
Interview: My Cold Embrace, 16.05.2008 Neue Leute bedeuten richtig frischen, motivierenden Wind
Interview: My Cold Embrace, 11.10.2002 Death-Metal muss richtig auf die Fresse hauen!
Interview: My Cold Embrace, 09.11.2004 Brutal sollte das Ding werden und brutal ist's geworden

CD/DVD-Reviews:

CD-Review: Downtime - To Perish The Pantomime
CD-Review: Downtime - Dystopia
CD-Review: Twilight Prophecies - Cold Burning Soul
CD-Review: Twilight Prophecies - Live Attack
CD-Review: Gutlock - In Conclusion The Abstinence
CD-Review: Reaper - Victory V
CD-Review: Reaper - Elements
CD-Review: Burden Of Grief - Dead End Road
CD-Review: Burden Of Grief - Fields Of Salvation
CD-Review: Burden Of Grief - On Darker Trails
CD-Review: My Cold Embrace - Hausgeist
CD-Review: My Cold Embrace - Katharsis
CD-Review: My Cold Embrace - ... zurück aus Hölle

Live-Reviews:

16.07.2004 bis 17.07.2004: 5. Rocktown Open Air (Bebra, Biberkampfbahn)
28.09.2002: Reck Your Neck Festival (Neukirchen, Sägewerk)
18.08.2002: Himmel-Open-Air (Schauenburg/Hoof)
25.12.2007: 3. Masters Of Cassel-Festival (Kassel, Nachthallen)
02.04.2004: Uncut Despite, Gutbucket, Havoc, Jack Slater (Kassel, K19)
25.12.2008: 4. Masters Of Cassel-Festival (Kassel, Nachthallen)
26.07.2003: 2. Himmel Open Air (Hoof, Himmelwiese)
17.05.2003: Reaper (Kassel, Musiktheater)
11.10.2003: Art Of Darkness Festival (Scherfede, Waldhütte)
08.08.2003 bis 09.08.2003: Fun & Crust V (Höchstenbach)
11.07.2003 bis 12.07.2003: Rocktown Open Air 2003 (Bebra, Biberkampfbahn)
21.09.2002 bis 22.09.2002: Metal gegen Krebs (Neukirchen)
22.08.2002 bis 24.08.2002: Summer Breeze 2002 (Abtsgmünd)
01.12.2001: Meatgrinder, Rebellion, Burden Of Grief, The Atmosfear, Die Apocalyptischen Reiter (Jufi, Duderstadt)
15.09.2001: Art Of Darkness Festival (Waldhütte Scherfede)


Diese Seite wurde 16 mal kommentiert
der den Bericht schrieb. (30.01.2006 11:29:29)
Hallo Simon!



Danke für die Antwort. Gesund geäußerte Kritik geht in Ordnung. Und wie du schon richtig geschrieben hast: Ein bisschen Kritik muß sein und die kann ich vertragen.



Das sollte in dem Bericht nicht so rüber kommen, das ich keinen Metalcore höre. Auch davon bekomm ich CD's und da sind wie beim Metal auch starke und weniger starke Silberlinge dabei. Richtig gut auf der Schiene fand ich z. B. das Downtime Debuet. Die Band hat mich auch live auf dem

M. o. C.-Festival ziemlich beeindruckt. Es ist egal, ob man Hardcore oder Deathmetal hört, auch in diesem Punkt stimme ich dir voll zu. Wenn ne Band live gut rüberkommt, und sich auf der Bühne den Allerwertesten abspielt, sollte das schon gebührend honoriert werden.



Leider ist es nicht immer möglich bzw. einfach, alle Bands an so einem großen Event gleichzeitig zu sehen, vor allem nicht dann, wenn man die Tage vorher ziemlich wenig geschlafen hat, selber noch abhottet und hinterher schwitzt wie Hund, das geht dann irgendwann auf die Substanz und der Körper fordert dann sein Recht auf Ruhe.



Ich hatte an dem Abend auch meine Freundin endlich mal bei mir die ich bedauerlicherweise nicht so oft sehe, da sie häufig am WE arbeiten muss) und wir mussten uns irgendwann auch mal setzen, weil ein solches Programm total an die Substanz geht. Am Tag zuvor waren wir noch bis in die Nacht auf einem Motorradtreffen, wo auch harte Gitarrenmucke lief und Heiligabend hab' ich noch die Nacht durchgearbeitet.





Ich denke, das war ein fairer Gedankenaustausch und wir werden auf jeden Fall demnächst mal miteinander anstoßen, wenn sich Gelegenheit dazu ergibt. Freue mich darauf! Bis dahin in diesem Sinne



mit freundlichen Grüßen zurück



simon (30.01.2006 15:13:55)
ja...ist ja kein problem.müssen wir uns jetzt glaube auch nicht weiter drüber unterhalten.Verstehe deine Position.In diesem Sinne,rock on!
Dirk (29.01.2006 15:18:45)
He Toschi, ein Sahnebericht ! :o)

Cassel über alles

Greetz

Dirk & The Death Metal Legion Cassel
simon (29.01.2006 18:42:33)
finds zwar schön und nicht selbstverständlich,dass sich einer die Mühe macht so einen Bericht zu schreiben,aber sollten Berichte dieser Art nicht ein wenig objektiver geschrieben werden???

Find den Bericht von vorn bis hinten ziemlich unprofessionell geschrieben.

Kann mich daher dem Dirk nicht anschliessen.



grtz,Simon
der den Bericht schrieb. (29.01.2006 23:05:58)
Hallo Simon! Aha, Motzen, statt Klotzen! Ziemlich unprofessionell, hmmm...? Ich weiß nicht, ob du dir solche Mühe machen würdest einen Bericht dieser Art zu verfassen. Ich stehe zu jedem Wort und würde gern mal wissen, was du unter dem Begriff "objektiv" verstehst? Falls du darauf anspielst, das ich den Metalcore nicht so hoch bewertet habe, wie du dir das vielleicht erträumst, so muß wiedereinmal festgehalten werden, das Geschmäcker ebenso verschieden sein können, wie Ansichten eines Konzertes. Deshalb: Mach's erstmal besser, bevor du Wörter wie "unprofessionell" in den Mund nimmst. Was ist demnach eigentlich professionell? Auch in großen Szenemagazinen stehen eine Menge unprofessionelle Texte drin. Im übrigen hat unser Online-Mag auch nie in irgendeiner Form Anspruch darauf erhoben, "professionell" zu sein. Hey, Alter! Wir haben Spaß an der Musik und an dem was wir tun und dabei wollen wir's auch beweden lassen.

Falls du "Professinalität" suchst, solltest du vielleicht in die 1. Fußball Bundesliga gehen, dort findest du Professionalität zu Hauf!

* Kopfschüttel *Herrlich...*grinsend zurücklehn*
Simon (29.01.2006 23:22:59)
holla...so eine Antwort war mir klar.Ich wollte jediglich einen kleinen Aanreiz geben.Wie ich schon gesagt habe fiond ich es es schön und nich selbstverständlich,sich die Mühe zu machen so einen Bericht zu schreiben.

"Professionell" würde ich bei diesem Beispiel finden,in dem man sich die Mühe gemacht hätte alle Bands zu begutachten und dabei subjektive Meinung soweit es geht außen zu lassen.Aber lass uns darüber nicht weiter diskutieren.Sicherlich hat jeder da eine andere VorstellungAußerdem kenn ich kenn ja auch andere Berichte von dir und kann mich keineswegs beschweren.Sowieso war das kein Angriff an "deiner selbst".

Und deine Antwort erklärt den Begriff "subjektiv" ganz gut.

Hab kein Anliegen daran es besser machen zu wollen,wahrscheinlich kann ich es auch nicht.Aber ien bißchen Kritik wirst du doch vertragen können,oder?

Da wir ja beide Spass an der Musik haben stossen wir beim nächsten Event an und fertigNebenbei ist mir ralle,ob jetzt der Metalcore,oder der Hardcore oder der Death-Metal zu niedrig bewertet wurde.Ist ja relativ wer bewertet wird,bloß könnte es ein wenig enttäuschend sein,wenn über manche 300 Zeichen geschrieben werden und büer andere fehlt jegliches Wort.Auch wenns schlechte Worte sind,über ein bißchen Kritik freut man sich doch immer.Tut mir ja Leid wenn mein erster Post auch ein wenig "unprofessionell" rüberkam.Sollte kein Angriff sein.



grtz,Simon
Dirk (30.01.2006 20:02:03)
Ruhig Blut Jungs... Der Bericht vom Toschi is doch völlich in Ordnung, persönliche Vorlieben hin oder her, wir sollten froh sein dass überhaupt jemand was schreibt und was für die Casseler Szene tut...
simon (31.01.2006 01:52:43)
ist doch alles geklärt :)
BOG TWILIGHT FAN (01.02.2006 10:38:07)
Herrlich ...



Burden of Grief aus Hann. Münden... harharhar

Twilight Prophecies covern "Rebellion" und nicht "Tunes of War"... harharhar die Zweite...



mehr lustige Berichte dieser Art und das wird ein neues Mekka für Comedy-Friends...



danke... danke... danke...



by the Way: Das Festival war wirklich großartig, auch wenn es bandtechnische Schwachpunkte gab. Aber man kann ja nicht alles mögen, das stimmt Toschi...
Der Nomade (03.02.2006 13:31:35)
Danke für die supertolle Berichtigung die nun wirklich nicht nötig gewesen wäre...der Toschi weiß das selbst. Das TP das GD-Stück Rebellion vom Tunes of War Album gecovert haben, dürfte kein Geheimnis sein. Da hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen, der wie mir Toschi persönlich mitteilte, schon bald berichtigt wird. Sich darüber derart zu ergötzen grenzt an Haarspalterei und zeigt, das eine derartig niedermachende Kritik völlig unangebracht ist.



Zu deiner Info: Ein Teil der Band B.O.G kommt ehemals aus Hann-Münden. Den Toschi so derart schnöselig runterzumachen, der selber eingefleischter TP und BOG-Fan ist, geht nicht in Ordnung. Der Verfasser des Berichtes ist mir schon recht lange bekannt, auf den lass' ich nix kommen! Wir sind alle nur Menschen und Menschen machen Fehler oder können sich auch mal irren.



Und noch was: Wenn du das Mecka des Comedy-Genres suchst, bist du in diesem Forum falsch!

Meld' dich doch mal bei Olli Kalkofe an...der nimmt Leutchen wie dich sicher gern auf!








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