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Stormhammer, Astral Doors, Grave Digger

13.02.2005, Ludwigsburg, Rockfabrik

Der ganze Tag über war mit einer Abwechslung aus Sonnenschein, Wolken und Fipselschnee gesegnet. Aber als die Schreiberin ins Auto steigt, beginnt nach noch nicht einmal 5 Kilometern Autofahrt der Schneesturm des Tages! Zwischen 50 und 60 km/h nach Ludwigsburg. Der Trip wurde ausgedehnt auf zwei Stunden. Und endlich angekommen, musste erst einmal der örtliche Burger King gestürmt werden.

Stormhammer
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Der Einlass war für die RoFa sehr pünktlich: 19:25 Uhr. Drinnen wurde es sogleich recht voll, doch der Platz vorne war mir gesichert. Die Münchner Kombo Stormhammer eroberte die Metaller-Herzen im Sturm und es wurde gut gefeiert. Eine gute halbe Stunde heizten uns Stormhammer mit ihrem (ziemlich) schlagzeuglastigen Power Metal ein.
Sänger Tommy war allerdings nicht so gut bei Stimme. Das tat der Stimmung im Publikum jedoch keinen Abbruch und die fünf Jungs (Alex an der Gitarre, Tommy am Mikro, Manny an der zweiten Gitarre, Horst am Bass und Neuzugang Chris an den Drums) zeigten dem schwäbischen, überwiegend männlichen Publikum, wie man richtig rockt. Besonders Schlagwerker Chris konnte mit seinen Tempiwechseln und komplizierten Techniken überzeugen und beeindrucken. Das neue Album »Lord Of Darkness« hat es in sich! Anhören! Am 10. Mai ist es soweit!

Stormhammer
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Nach einer flotten Umbaupause war das Ludwigsburger Publikum gespannt auf Astral Doors. Die Schweden begrüßten uns mit einem Stampfer. Als die Stimme einsetzte, klang das vorerst noch recht nett. Allerdings hielt sich das ziemlich gleich in Grenzen ... Eigentlich bin ich mir jetzt noch nicht sicher, was ich davon halten soll ...
Gebuckelt und mit einem schicken, an den Seiten abrasierten, Vokuhila-Schnitt, bekam Sänger Nils Patrik Johansson beim Singen seine Zähne nicht auseinander. Trotzdem kam er in schwindelerregende Höhen. Abgekupfert bei Dio, konnten Verstrahl - äh - ´Tschuldigung! - Astral Doors nach all den schockierenden Gebärden (Sänger tanzt auf einem Bein ...) doch regen Anklang finden und es gab schon, wie auch bei Stormhammer, mehr als einen Höflichkeitsapplaus am Ende des Sets. Astral Doors sind auf Platte allerdings besser als live.

Grave Digger
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Laaange Minuten vergingen und die Fans wurden immer ungeduldiger. Applaus gab es bei »Schnappi, das kleine Krokodil« und man sah überall fröhliche Gesichter. Als Gitarrist Manni sich nur für kurze Sekunden von der Bühnenseite einen Blick auf die Anwesenden erhaschen wollte, wurde ihm fleißig gehuldigt und seinen Namen geschrieen (14-jährige bei Britney Spears?).
Die Spannung stieg. Und als nach und nach endlich die Bandmitglieder auf die Bühne gelassen wurden, gab es kein Halten mehr. Der Tod thronte über den Drums und kannte kein Erbarmen an diesem Abend! Es wurde durch alle Alben gerockt und selbst beim neuesten Silberling »The Last Supper« wurde bereits jedes Wort von der vollen RockFabrik mitgegrölt! Chris Boltendahl hatte die Menge absolut im Griff.
Super-Gitarrero Manni Schmidt beglückte mit Soli, die sich an Schnelligkeit und Technik gewaschen hatten. Metallerherz, da schlägst du höher ... Nach gut 1,5 Stunden wollte man aber immer noch nicht nach Hause. Erst nach insgesamt 4 Zugaben wurden die Schotten dichtgemacht und die Halle leerte sich rasch. Der harte Kern trank noch ein Bierchen, ergatterte sich ein Foto oder Autogramm und quatschte mit diversen Musikern.

Stormhammer heizten ein, Grave Digger rissen mit (Kompliment an Super-Sympathikus Chris B.!) und Astral Doors, hm, ja, ...

Tanja

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CD/DVD-Reviews:

CD-Review: Astral Doors - Raiders Of The Ark
CD-Review: Astral Doors - Evil Is Forever
CD-Review: Astral Doors - Of The Son And The Father
CD-Review: Grave Digger - Liberty Or Death

Live-Reviews:

05.08.2004 bis 07.08.2004: 15. Wacken Open Air (Wacken)
25.05.2007 bis 27.05.2007: Rock Hard-Festival (Gelsenkirchen, Amphietheater)
21.07.2005 bis 23.07.2005: Earthshaker-Festival (Geiselwind)


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