Live-Reviews

Uncut Despite, Gutbucket, Havoc, Jack Slater

02.04.2004, Kassel, K19

Uncut Despite
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Uncut Despite betraten etwa gegen kurz nach 21 Uhr als erste Band die Bühne und ernteten reichlich gespannte und gespaltene Publikumsresonanzen. Der Fünfer machte seine Sache trotz teilweise starker Soundprobleme recht ordentlich. Stücke wie Kill My Evil kamen gut an und hinterliessen ein größtenteils zufriedenes oder zumindest auf die Band aufmerksam gewordenes Publikum. Erste positive Resonanzen wurden daran ersichtlich, dass in den ersten beiden Reihen viel gebangt wurde. Ähnlich sah es wohl auch die Band, die am Ende ihres knapp halbstündigen Sets mit dem bereits zuvor gespielten Stück Der Schmetterling zum Dessert noch eine von den Fans in der ersten Reihe geforderte Zugabe präsentieren durfte und nach ihrem Auftritt zufrieden mit ihrem Set die Bühne verließ.

Gutlock
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Die aus Schauenburg/Hoof kommende Band Gutlock folgte im Anschluß und präsentierte im K19 einen Set bestehend aus reihenweise Coverversionen aus diversen Bereichen harter Gitarrenmucke, sowie den beiden eigenkompositionen Hate You und Never Get Me, die stark auf Industrial-Thrash a la Fear Factory und Co. hindeuteten.
Mit ihrem aus Crossover, Nu-Metal, Industrial, Thrash und klassischem Hardrock/Metal bestehende Programm, welches Coverversionen von Machine Head, Chimaira, System Of A Down, Aerosmith, Metallica etc. beinhaltete, wußte die Band viele Zuschauer zu beeindrucken. Die Stimmung im Publikum wurde jetzt merklich besser, der Sound war okay. Höhepunkt des Gutbucket-Auftritts war aus meiner Sicht der Aerosmith/Run-DMC-Part von Walk This Way und den gleich darauf in einem direkt gespielten Medley zu diesem Stück verschmolzenen Metallica-Gassenhauer Master Of Puppets. Nach einer knappen Dreiviertelstunde und lautstarken Zugaberufen Seitens des Publikums, die von der Band auch gebracht wurde, verliess die Band nach einer guten bis ansprechenden Leistung die Bretter, um die Bühne nach kurzer Umbaupause für die im Anschluß folgenden Kasseler-Thrasher Havoc frei zu geben.

Havoc
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Havoc waren aus meiner Sicht klar die spieltechnisch Besten. Ihr schnell vorgetragener Thrashmetal kam auch prima bei den zu späterer Stunde noch vor der Bühne stehenden Fans an, die gleich beim ersten Stück drauflosbangten, was das Zeug hielt. Häufig schnell, treibend und mit sehr viel Groove nach vorn spielend, gab die Band alles.
Herrliche klassische Metalpassagen wechselten sich mit wuchtigem Old-Shool-Thrashmetal ab, eine Mischung, die gut beim Publikum ankam und zahlreiche positive Resonanzen nach sich zog. Mit dem Stück Die Engelmacherin, das einen wie der Havoc-Shouter propagierte, ziemlich bösen Text enthielt, setzte die Band aus meiner Sicht den Höhepunkt des Abends, da es teilweise mit Deathgrunts, Thrash- und Blackmetalgesang unterlegt war und nicht nur durch seine düstere Atmosphäre beeindruckte, sondern durch wechselhafte Rhythmus- und Tempoparts und eine gut durchdachte Songstruktur.
Auch von Havoc wurde eine Zugabe verlangt. Die Band ließ sich nicht lumpen und gab noch einen letztes kurzes und schnelles Thrashstück zum Besten, ehe sie von der Bühne verschwand.

Die Kölner Grind-Deather Jack Slater, setzten mit ihrem mörderischen hyperschnellen, brutalen Grind-Death für die letzten noch zu späterer Stunde im K19 ausharrenden Fans, die sich sehr auf die Kölner gefreut hatten und sich beim Auftritt der Band zum Abschluß des Abends endgültig die Rübe bis zum Exitus wegbangten, einen gelungenen Schlußpunkt unter ein alles in allem recht angenehmes Metalfestival der besseren Art.

Besten Dank im Nachhinein an die Organisatoren sprich das Team von Uncut Despite, den Soundmann und alle vier Bands für einen gelungenen Event, bei dem das anwesende Publikum voll auf seine Kosten kam. Eintrittspreis, Getränkepreise, Publikumszahlen, Stilauswahl und Merchandisepreise lagen ebenfalls klar im grünen Bereich.

Toschi

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CD/DVD-Reviews:

CD-Review: Uncut Despite - Evolution Reverse
CD-Review: Uncut Despite - Demo 2003
CD-Review: Gutlock - In Conclusion The Abstinence
CD-Review: Jack Slater - Metzgore

Live-Reviews:

31.07.2004: 3. Himmel Open Air (Schauenburg/Hoof, Himmelwiese)
25.12.2007: 3. Masters Of Cassel-Festival (Kassel, Nachthallen)
26.12.2005: Masters Of Cassel-Festival (Kassel, Musiktheater)
26.07.2003: 2. Himmel Open Air (Hoof, Himmelwiese)


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