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Soilwork, Pain, In Flames

12.10.2002, Osnabrück, Hyde-Park

An diesem Abend war der Hyde Park in Osnabrück fast ausverkauft, ist ja auch kein Wunder bei einem so gigantischen Billing, gleich drei Bands die sich alle schon einen Namen in Deutschland erspielt haben.
So gegen 19.00 Uhr trudelten wir in Osnabrück ein und nur kurze Zeit später begann das Konzert eine halbe Stunde vor dem geplanten oder angegebenen Zeitpunkt. Ich denke es waren doch einige Leute sehr entrüstet über diese Tatsache, dass als Soilwork um kurz nach acht von der Bühne kletterten, wo sie doch erst um diese Zeit beginnen sollten. Naja nun zu den Bands!

Soilwork

Soilwork überraschten mich doch sehr denn als ich die Jungs zuletzt gesehen hatte (Summerbreeze) fand ich sie nicht so berauschend, aber den Abend stimmte der Sound, die Band war insgesamt besser gelaunt und agierten besser mit dem Publikum. Auf der Bühne kam diesmal richtig gut Stimmung auf und auch das Publikum machte diesmal mehr mit, was nicht zuletzt an der insgesamt besseren Show lag. In der Halle haben Soilwork denke ich einfach mehr Volumen als auf einem Open Air, was meiner Ansicht nach auch wesentlich eine Rolle spielte, war die Nähe zum Publikum und auch die Light Show, die die ganze Sache abrundete. Leider mußten Soilwork bereits nach 40 Minuten von der Bühne um den Zeitplan einzuhalten.

Pain

Nach ca. 15 Minuten Umbaupause betraten Pain die Bretter und man konnte förmlich spüren, wie die Anzahl an Pain Fans im Laufe der letzten Jahre gestiegen war. Allerdings war der Sound nicht so berauschend wie bei Soilwork, um genau zu sein war er teilweise echt grottenschlecht, der Gesang stand viel zu sehr im Vordergrund die Gitarren sind zeitweise ganz untergegangen. Den Fans machte dies aber reichlich wenig, denn wenn die Show stimmt und der Frontmann (und nicht nur der) ordentlich Stimmung machen kann ist die Tatsache mit dem Scheiß-Sound doch nicht ganz so tragisch. Die Setlist beinhaltete diesmal ausschließlich Songs der letzten zwei Alben! Als die ersten Takte von Eleanor Rigby angespielt wurden dachte ich, dass sich der Sound etwas verbessert hatte, was auch als richtig herausstellte: man hörte jede Einzelheit im Gesang (leider auch die schiefen Töne). Aber Pain sind mittlerweile genauso beliebt geworden wie Peter mit Hypocrisy und die Leute oder sollte man vielleicht in dem Fall sogar Meute sagen, feierten die Band total ab.
Leider durften Pain auch keine Zugabe mehr spielen, obwohl es wahrscheinlich die ganze Halle erwartet hätte und somit mußten auch Pain nach ca. 40 Minuten das Feld räumen.

In Flames

Mittlerweile war es schon nach halb zehn und In Flames machten immer noch Soundcheck, aber kurze Zeit später kamen die so lang ersehnten Jungs ganz in weiß auf die Bühne, man könnte sie auch Pfleger der Gehörgänge nennen, denn diese wurden auf jeden Fall ordentlich freigelegt. Also auf jeden Fall wissen die Jungs wie man eine anständige Show über die Bühne bringt, sie tobten wie die Berserker über die Bretter und ließen kein Genick ohne Muskelkater.
Der Sound war absolut Spitze ganz im Gegenteil zur Vorband, aber das ist ja auch kein Wunder wenn man bedenkt, dass Pain 15 Minuten und In Flames weit über eine halbe Stunde Umbaupause und Soundcheck hatten. Aber was solls, In Flames brachten das volle Programm über 90 Minuten absolute Power und schweißtreibende, halsbrecherische Aktionen. Das Publikum war völlig außer sich und bangten und pogten wie die wilden, sehr zum Verdruß derer, die sich die Show in Ruhe ansehen wollten. In Flames haben sich außerdem schon lange nicht mehr auf deutschem Boden blicken lassen (zumindest nicht in einer Halle) und ich muss sagen, auch In Flames haben einen deutlichen Hallenvorteil. Mit der Lightshow und dem Klangbild kommen sie auf jeden Fall sehr fett und druckvoll rüber, was man ja auch nicht von jeder Band behaupten kann.

Der Abend, wenn er auch sehr kurz war, denn das war das erste Konzert das ich besucht habe, wo um 23.00 schon Feierabend gemacht wurde, war trotz alledem ein voller Erfolg und ich kann Euch sagen, es viel mir noch nie so verdammt schwer nicht mitzubangen.

Monika

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CD/DVD-Reviews:

CD-Review: Pain - Psalms Of Extinction

Live-Reviews:

31.07.2003 bis 02.08.2003: 14. Wacken Open Air (Wacken)
03.08.2006 bis 05.08.2006: 17. Wacken Open Air (Wacken)
22.08.2002 bis 24.08.2002: Summer Breeze 2002 (Abtsgmünd)
16.08.2007 bis 18.08.2007: Summer Breeze 2007 (Dinkelsbühl)
18.08.2005 bis 20.08.2005: Summer Breeze 2005 (Abtsgmünd)
16.01.2001: Samsas Traum, Pain, Atrocity (Batschkapp, Frankfurt)


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