Live-Reviews

Himmel-Open-Air

18.08.2002, Schauenburg/Hoof

Einige Worte vorweg: Zunächst einmal vielen Dank von meiner Seite ans gesamte Himmel-Open-Air-Team, sprich: Marco, Daniel, Karsten und Co., das sich buchstäblich den Allerwertesten aufgerissen hat, um dieses herrliche Open-Air, (gelegen in einer idyllischen Landschaft) für die Gemeinde der Metal-Fans in Nordhessen zu organisieren. Ein weiteres kräftiges Danke geht an alle Bands, die am 1. Himmel-Open-Air teilgenommen und diesen für die Region Nordhessen so wichtigen Event tatkräftig unterstützt haben.
Ein besonders dickes Lob geht an dieser Stelle an den Soundmann des Festivals, Martin Koch, dem es gelang, für einen optimalen Sound zu sorgen und somit gleiche Bedingungen für alle Bands zu schaffen. Klasse, Martin!
Das Essen war ebenfalls spitze und das Preis-Leistungsverhältnis war ebenfalls okay. Dass den Fans auch noch Schallplatten, CDs und T-Shirts mittels zweier Stände zum Kauf angeboten wurden war ebenfalls okay. Die Tatsache, dass man sogar Getränke und Fotoapparate mit auf's Gelände nehmen konnte, spricht ebenfalls klar für das Organisations-Team des Himmel-Open-Airs.
Einen großen Wermutstropfen hinterließ dieses fürs erste Mal eigentlich recht gut organisierte Festival leider letztenendes doch: Es kamen insgesamt weitaus weniger Leute (ihres Zeichens Metal-Fans) als geplant. Damit hat das Organisationsteam bedauerlicherweise keineswegs die durch Aufwendungen entstanden Kosten ausreichend decken bzw. auffangen können. Sollte dieses Festival im nächsten Jahr noch einmal stattfinden, muss es unser aller Pflicht sein, es ausreichend zu unterstützen. Gerade diejenigen Metal-Fans die nicht dagewesen sind, haben definitiv etwas verpaßt, denn die gezeigten Leistungen waren größtenteils wirklich gut und die teilnehmenden Bands durch die Bank weg hoch motiviert! Woran es gelegen hat, dass nur ein relativ geringer Teil der Menschen aus unserer Region den Weg nach Schauenburg-Hoof gefunden hat, um dieses Festival zu besuchen, weiß ich ehrlich gesagt, nicht. Das ist mitunter sehr enttäuschend, denn es wurde für einen aus meiner Sicht für dieses Festival recht erschwinglichen Preis eine ganze Menge geboten!
Wo waren all die Metalfans, wo blieb letztlich die entsprechende Resonanz auf einen solchen Event? Warum kamen vergleichweise so wenige? Das ist nicht nur aus meiner Sicht, sondern auch aus Sicht der Organisatoren des 1. Himmel-Open-Airs (hoffentlich nicht des ersten und einzigsten) und der Bands sehr traurig. Schade, denn schließlich wurde (wie eindeutig aus dem anschließend folgenden Live-Bericht hervorgeht) so einiges geboten, was man längst nicht alle Tage (und schon gar nicht in unserer strukturschwachen Region Nordhessen) zu hören und sehen bekommt. Wer nicht dabei gewesen ist, hat definitiv etwas verpaßt und sollte sich demzufolge auch nicht mit dummen Sprüchen Marke: »Es verwundert einen ja nicht, dass hier in der Region Nordhessen nichts an Metal geboten wird!« oder »Wir haben ja keine Großstädte wie Düsseldorf, Hamburg, München oder Stuttgart in der Nähe outen«. Solche Sprüche beweisen einmal mehr auf's Neue, wie ignorant oder schlafmützig man eigentlich sein muss, um endlich einmal zu registrieren, dass es auch hier (im Raum Nordhessen) tatsächlich einige Menschen gibt, die sich wirklich die Mühe machen, etwas für andere auf die Beine zu stellen, ohne gleich einen direkten Eigennutz davon zu haben. Bleibt nur zu hoffen, dass das Himmel-Open-Air im nächsten Jahr überhaupt wieder stattfinden wird. So, nun aber genug der Worte, es folgt der Livebericht:
Etwa um 13:30 Uhr stand die erste Band, deren Name mir leider nicht geläufig ist, auf der Bühne. Sie boten den Ersatz für die nicht auftretenden Livelong Virginity, deren Sänger aus gesundheitlichen Gründen ausfiel. Nach einem knapp halbstündigen Gig, der leider nichts bewirkte, verließ die erste Band die Bühne. Ob's wohl an der seltsam anmutenden Mischung aus Alternative/Crossover und Hip-Hop-Klängen lag? Irgendwie wirkte die Band schon ein wenig deplatziert auf dem Festival, und doch gebührt auch ihr ein großes Dankeschön, denn jeder, egal ob Fan oder Band, der den Weg zum 1. Himmel-Open-Air fand, hat einen kleinen aber wichtigen Beitrag für den Metal in Nordhessen geleistet - schon das allein verdient aus meiner Sicht Respekt und Anerkennung! Einem Festival wie diesem, bei dem Location, Bandauswahl, Preise, Spaß und die Einstellung der Beteiligten stimmten, gebührt es mit Recht, von nahezu möglichst vielen Metalheads unterstützt zu werden. Soweit hierzu.
Etwa knapp eine Dreiviertelstunde später ging es mit Blood Harvest weiter, die ihre Sache schon ein wenig besser machten. Die Band spielte brachialen Death-Metal, der voll nach vorne losging, die Vorliebe für Cannibal-Corpse, war nicht zu überhören. Das Programm von Blood Harvest bestand aus groovenden Stücken und zuweilen recht derben Knüppelsongs, wobei man wohl zumindest um der Gunst des Publikums Willen besser beraten wäre, den Schwerpunkt auf die groovenden Stücke zu legen. Zwei Mitglieder der Band bestätigten mir jedoch, dass sie lieber das spielen wollten, was sie privat auch am liebsten hören. Zumindest gelang es, schon zu dieser frühen Tageszeit ein paar Fans vor die Bühne zu locken und ein wenig für Stimmung zu sorgen. Respekt! Der Auftritt war zwar nicht gerade zwingend überzeugend, jedoch ansonsten recht ordentlich.
Weil sich das Festivalprogramm etwa um eine gute halbe Stunde verzögerte, betraten Twilight Prophecies aus dem Raum Homberg/Wabern erst mit einiger Verspätung - etwa gegen 15:30 Uhr - die Bühne. Die Band spielte einen sehr interessanten, abwechslungsreichen Gig. Zahlreiche Riff- und Tempowechsel erinnerten (vor allem bei den langsameren Stellen) desöfteren stark an My Dying Bride, was im Falle Twilight Prophecies als Kompliment zu werten ist, da die Band, die es geschickt versteht, Dark-, Death und Blackmetal miteinander zu kombinieren, einen sehr eigenständigen Stil bevorzugt, der sie teilweise recht stark von anderen Gruppen abhebt. Die schnellen und mittleren Parts der Band besaßen sehr viel Groove, wodurch die Musik des Vierers um eine weitere Nuance bereichert wurde. Prima! Eine gute Vorstellung, die zukünftig noch eine Menge von diesem nicht nur für die einheimische Region schon in musikalischer Hinsicht äußerst hochinteressanten Quartett erwarten läßt. Die erste CD der Gruppe soll in Kürze erscheinen und wenn sie das beinhaltet, was die vier an diesem Nachmittag Live boten (traurig auch hier, dass sich nur eine minimale Anzahl von Fans vor der Bühne versammelte, um dem Auftritt beizuwohnen), kann man sich schon jetzt auf ein weiteres Schmankerl in Sachen Düster-Metal freuen. Daumen hoch für den ersten Höhepunkt des Tages, dem nach einer knapp dreiviertel-stündigen Umbaupause mit Corrosive aus Marburg ein noch weitaus fetterer Kracher (aus meiner Sicht ganz klar der zweite Höhepunkt des Tages) folgen sollte:
Eine Band, die in der Lage ist, selbst einen Headliner gnadenlos an die Wand zu spielen, vorausgesetzt, der Sound stimmt! Diese Band macht keine Gefangenen, sondern spielt derart sicher und enorm druckvoll, dass man es sich als Headliner gut überlegen sollte, diese Band ins Vorprogramm zu nehmen. Wenn es dieser Band gelingt, die Stimmung zum Kochen zu bringen, werden es die nachfolgenden Gruppen sehr schwer haben, dieses Level zu halten, geschweige denn, zu übertreffen. Die enthusiastischen Reaktionen vor der Bühne (zumindest waren es jetzt schon einige Fans mehr, die sich vor der Bühne tummelten) und staunenden Blicke vieler Zuschauer bewiesen es, die Band lieferte einen sehr starken Auftritt und ging bereits von Beginn an in die Vollen und obendrein hochmotiviert zu Werke! Metalfans der härteren Gangart bekamen hier die totale Vollbedienung um die Ohren geblasen. Herrlich fette Hooks, zahlreiche Breaks, dazu eine treibende Rhythmusfraktion, die punktgenau spielte, was konnte man als Death-Metal-Fan Marke Cannibal Corpse, Hypocrisy oder Malevolent Creation mehr erwarten? Dass mit Roswell 47 (von den Schweden-Deathern Hypocrisy) zum Ende des Sets eine herrlich fette Coverversion eines der besten Death-Metal-Stücke des Genres zu spielerischen Ehren kam, ließ eindeutig darauf schließen, wo die Wurzeln der Band liegen: knallharter-Death-Metal auf spieltechnisch sehr hohem Niveau! Im Laufe des Sets gelang es den beiden Gittaristen, immer wieder herrliche, von starkem klassischen Einfluß geprägte Gitarrensoli einzubringen, die zu begeistern wußten! Je länger der Auftritt dieser fünfköpfigen Formation andauerte, umso mehr wurde deutlich, dass diese Jungs bereits schon einiges an Übung, vor allem an Bühnenerfahrung hinter sich haben. Was wäre möglich gewesen, wenn diese Band erst gut zwei bis drei Stunden später gespielt hätte? Ein Auftritt, der folgerichtig nur eine Feststellung zuließ (viele andere Zuschauer sahen es ebenso): Arschtight und voll auf die Zwölf!
Nach einer fast einstündigen Umbaupause wurden die Gitarren für die einzige Rock 'n' Roll-Band des Tages gestimmt, die das Publikum mit fetzigem Rotzrock Marke Motörhead, AC/DC und Co., versehen mit deutschen Texten, mitzureißen versuchte. Trotz aller Bemühungen blieben die Reaktionen des Publikums auf den schweißtreibenden Rock 'n' Roll der Monsters Of Schwinnerock äußerst zurückhaltend. Vor der Bühne tat sich nichts. Da konnte leider auch das auf der Bühne stehende rosa Schweinchen, das man sich als lustigen Deko-Gag für's Festival mitgebrachte, nichts mehr reissen. Schade, denn die Band hatte jede Menge Spaß an ihrem Auftritt, den sie sichtlich genoß. Ein wenig mehr Aktivität seitens des Publikums wäre sicher nicht schlecht gewesen. Handwerklich war's okay, die Stücke klangen jedoch größtenteils gleich.
Spaß wurde auch bei My Cold Embrace großgeschrieben. Die Band gab von Beginn an ordentlich Gas, was beim Publikum vor der Bühne und auch bei den Zuschauern weiter hinten gut ankam. Wer auf ein heftiges, sattes Oldshool-Thrash oder Death-Metal-Brett stand, kam hier voll auf seine Kosten und das waren zu dieser Zeit nicht gerade wenige, die den Auftritt dieser sympathischen Band aus dem Raum Kassel sehr genossen. Endlich hatte sich eine etwas zahlreichere Gruppe Fans vor der Bühne eingefunden). Ergo: Ähnlich wie bei Corrosive war jetzt endlich mal etwas los vor der Bühne! Die Band spielte schnell und kompromißlos und bestach mit einem mörderisch fetten, satten Groove. Leadgittarist Sven und Co. bewiesen, dass man Death-Metal nicht immer so tierisch ernst nehmen muß, wie es manche leider nur zu oft tun und man gleichermaßen viel Spaß an dieser Art von Musik haben kann - egal, ob als Musiker oder als Fan. Ein herzerfrischend guter Auftritt, an dessen Ende überraschenderweise ein neues Stück gespielt wurde, welches die Band My Cold Embrace von ihrer besten Seite zeigte. Spitze!
Voll zu überzeugen wußten auch Atargatis. Die einzige Gothic-Metal-Band des Billings hatte eine denkbar günstige Zeit für ihre düstere, melancholische Musik erwischt! Nachdem die Sonne sich (endlich) verzogen hatte, der Himmel über der Bühne langsam die ersten dunklen Wolken zeigte und es nach zuvor bereits langsam einsetzender Dämmerung zum letzten Viertel des Auftritts von Atargatis sogar noch dunkel wurde, (die Bühne war plötzlich mittels gedämpfter Strahler, sowie rechts und links entzündeter Kerzen in Dämmerlicht gehüllt und bot einen herrlichen Anblick) kam endlich auch der wuchtige, schleppend vorgetragene Gothic/Dark-Metal-Sound der Band voll zur Entfaltung. Vor allem die herrlich helle, glockenklare Stimme der hübschen Sängerin, die wie ein Engel aus einer anderen Welt über dem Soundgewand ihrer Band thronte, verlieh dem Gig des Fünfers eine unnachahmlich eigene Note. Eine Stimme, die internationalen Vergleichen locker standhalten kann. Leider fiel die Publikumsresonanz bis etwa zur Hälfte des Sets zu diesem Zeitpunkt ein wenig zu dürftig aus, (was aus meiner Sicht sehr schade war), ehe sich dann endlich einige Metaller bis vor die Bühne trauten, um einen tollen Auftritt zu sehen. Atargatis spielten wunderschönen, zeitlosen Gothic-Metal, wie ihn beispielsweise Theatre Of Tragedy (sieht man einmal von deren ersten beiden Alben ab) schon all zu lange vermissen lassen. Eine Band, die hoffentlich auch zukünftig noch des Öfteren in unseren Breitengraden zu sehen sein wird. Als Zugabe gab's noch eine gelungene Coverversion des Crematory-Smashers Tears Of Time, ein Track, der zu den größten Klassikern im Gothic/Dark-Metal-Bereich überhaupt gilt, womit die Gruppe ihren starken Auftritt stilgemäß abgerundete. Hier reift ein Diamant heran, der für die Zukunft des Gothic-Metals hoffen läßt. Prädikat: Hochkarätig!!! Atargatis haben bereits eine CD aus dem Jahre 1997 mit dem Titel »Alba Gebraich« am Start, und veröffentlichen noch zum Ende dieses Jahres eine neue CD, deren Titel noch aussteht.
Trotz (oder gerade wegen) dieser guten Vorstellung zeigten sich Lacrima Christi aus Kassel, die quasi als »Lokalmatadoren« und Mitinitiatoren des Festivals agierend, hoch motiviert bis in die Haarspitzen die Bühne betraten, in guter Spiellaune. Dass jetzt wieder zahlreich vor der Bühne erschienene Publikum reagierte entsprechend auf die Spielfreude der Band, wie der streckenweise aufbrandende Applaus verdeutlichte. Die eigenwillige Mischung der Band aus Gothic-, Dark und Deathmetal verfehlte ihre Wirkung nicht, das Publikum ging bereits vom ersten Song an begeistert mit! Stücke wie Maskenball, Hypocrit oder die Abschluß-Hymmne Kyrie Elaison unterstrichen nachhaltig, dass sich die Band vor allem auf musikalischer und spieltechnischer Ebene weiterentwickelt hat und auch ein großes Eckchen routinierter geworden ist, soweit es ihre Bühnenpräsenz betrifft. Lacrima Cristi dürften gerade hier in Nordhessen keine Unbekannten mehr sein, die Band existiert bereits seit einigen Jahren und hat schon zwei CDs herausgebracht.
Ein gelungener Auftritt, der den Co-Headliner-Status Lacrima Cristis verdientermaßen rechtfertigte, ehe nach einer kurzen Pause der Headliner des Festivals, Agathodaimon etwa gegen 22:45 Uhr mit den ersten Klängen einer nur schwer definierbaren, jedoch sehr eigenständigen, Mischung bestehend aus Gothic-, Dark-, Death-, Doom- und Blackmetal aufwartete. Blastspeed-Parts wechselten sich mit Groove-Attacken ab, die Gitarren klangen fett, der Gesang heiser und fies, Schlagzeug und Bass bildeten eine druckvolle »Soundwand«. Trotz des Ausfalls der Keyboards, ein Aspekt, der von den Fans mit eiskaltem Schulterzucken hingenommen wurde, die Band ließe es von Beginn an heftig krachen und hatte die Fans sofort im Griff. Leider konnten Agathodaimon nur eine Stunde lang spielen, weil es das Zeitlimit nuneinmal so verlangte. Die Truppe erwies sich als würdiger Headliner und zog das Publikum mit sicherem Auftreten in ihren Bann. Bleibt nur zu hoffen, dass man (falls das Festival noch einmal stattfinden sollte) wieder einen solch erstklassigen, sympathischen Headliner bekommt, der trotz Ausfalls des Keyboards den Wünschen der Fans Rechnung trug und den Gig mit aller Härte und Konsequenz durchzog. Düster klangen die Songs übrigens auch ohne die Keyboards. Die Befürchtung, dass durch diesen Ausfall die Atmosphäre der Stücke verloren gehen würde, stellte sich zum Glück gar nicht erst ein, da schon die Art, wie diese Gruppe Düster-Metal spielt, völlig aus dem Rahmen fällt, was das ganze Geschehen sogar noch um einige Aspekte interessanter macht. Ein Klasse Auftritt, trotz Fehlens der Keyboards, der dem Ausnahme-Status der Band, den sie in der Düsterheimer-Szene genießt, jederzeit vollauf gerecht wurde!
Ein Nachwort zum Festival: Alles in allem hat sich das 1. Himmel-Open-Air aus Sicht der (leider zu wenigen anwesenden) Fans gelohnt, zehn Bands für einen Preis von zehn Euro, das Essen war gut und die Getränke ebenfalls, und die Preise sehr human; aus Sicht der Veranstalter wurde es leider ein Flop, da man auf wesentlich mehr Unterstützung seitens der Fans gehofft hat, was jedoch traurigerweise nicht der Fall war. Es gab glücklicherweise auch keine Schlägereien. Die Idee mit der rollenden LKW-Bühne war gut, der Sound ebenfalls. Das einzige, kleinere Übel, was ich aus meiner Sicht zu bemängeln habe, ist der eine LP- und CD-Verkaufsstand, links um die Ecke unterm Baum, dessen Preise teilweise recht überhöht, sprich gesalzen, waren. Das grenzte schon ein wenig an Fan-Abzocke! Doch das lag nicht im Ermessen des Veranstalters sondern eher im Interesse der Betreiber des Standes.
Die Preise des Remission-Records-Standes aus Schwalmstadt hingegen waren äußerst günstig und sehr fair. Bleibt nur zu hoffen, dass auch nächstes Jahr ein solches Festival wieder stattfindet, denn gut wäre es allemal schon, vor allem für unsere zuweilen doch recht metalarme Region. Damit bin ich auch schon beim springenden Punkt angekommen, um den sich meine Kritik hauptsächlich dreht: Wo waren die einheimischen Metal-Fans? Wo sind sie geblieben? Die Resonanz seitens der hessischen (allen voran der nordhessischen) Metalfans für dieses gut und fair organisierte Festival ließ leider sehr stark zu wünschen übrig! Wenn schon einmal solch eine Veranstaltung in der Gegend stattfindet, hat sie auch die Unterstützung zahlreicher Metal-Fans verdient. Davon waren es (wie auch schon im Himmel-Open-Air-Gästebuch zu lesen stand) leider nicht sehr viele. Es gab sogar einige Fans, die kurz vor dem Headliner eintrafen, um schließlich den Preis an der Eintrittskasse sogar noch auf sieben bis acht Euro herunterzuhandeln, worauf sich die Veranstalter jedoch richtiger- und verständlicherweise nicht einließen und die dreiste Gruppe dieser sogenannten »Fans« daraufhin angepißt (wie kleine Kinder, die ihren Lutscher nicht bekommen) heimfuhr.
Welch ein krankes Verhalten, und eine Unverschämtheit sondergleichen! Auf diese Sorte von Besuchern, die nicht nur in meinen Augen keine echten Metal-Fans sind, kann ein solches Festival zukünftig getrost verzichten! Die Organisatoren trifft natürlich keine Schuld am Desaster - ganz im Gegenteil: Danke für dieses erstklassige Underground-Metal-Festival, das auch vielen regionalen Bands eine prima Chance bot, ihr Können zu zeigen.

Toschi

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Interviews:

Interview: Twilight Prophecies, 23.10.2003 Weg mit Dieter Bohlen und Co.

CD/DVD-Reviews:

CD-Review: Twilight Prophecies - Cold Burning Soul
CD-Review: Twilight Prophecies - Live Attack

Live-Reviews:

31.07.2004: 3. Himmel Open Air (Schauenburg/Hoof, Himmelwiese)
26.07.2003: 2. Himmel Open Air (Hoof, Himmelwiese)
28.04.2001: A Tribute To Metallica (Spot Kassel)
14.10.2000: 5. Musikförderverein Herbstfestival (Musikförderverein Kassel)
26.12.2005: Masters Of Cassel-Festival (Kassel, Musiktheater)
16.07.2004 bis 17.07.2004: 5. Rocktown Open Air (Bebra, Biberkampfbahn)
28.09.2002: Reck Your Neck Festival (Neukirchen, Sägewerk)


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