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Nightwish, Sinergy, Eternal Tears Of Sorrow

11.10.2000, RoFa Ludwigsburg

Die RoFa war trotz der Tatsache, daß es Mittwoch war gnadenlos ausverkauft. Schon an dieser Tatsache, obwohl es ihre erste Headliner Tour war, lässt sich erahnen, daß Nightwish das Potential haben, eine der ganz großen Bands der Szene zu werden.

Den Anfang machten Eternal Tears of Sorrow. Mit ihrer Mischung aus Gothic und Black Metal schafften sie zumindest einen Achtungserfolg, denn angesichts der Tatsache, daß wohl nicht allzu vielen Leuten das Material ihres Debütalbums Chaotic Beauty bekannt war, waren die Reaktionen des Publikums insgesamt wohlwollend. Mehr kann man bei einem Opener nicht erwarten. Übrigens der eine Gitarrist sah aus wie der verschollene Zwillingsbruder von Frank Albrecht, eine erschreckende Ähnlichkeit.

Nach einer kurzen Umbaupause ging es mit Sinergy weiter. Die Stimmung stieg schlagartig an, die Band war die ganze Zeit in Bewegung und über die musikalischen Fähigkeiten Alexi Laiho (Children of Bodom, Impaled Nazarene) muß man keine Worte mehr verlieren. Trotzdem muß ich hier zwei Kritikpunkte anmerken, zum einen die platten und dümmlichen Ansagen von Frontfrau Kimberly Goss, das Publikum zu mehr Applaus anstacheln zu wollen mit vergleichen mit dem Publikum vom Vortag ist ein alter Hut.

Der zweite Kritikpunkt bezieht sich auf die oben schon erwähnten Gitarrenhexer, die mußten ihre Fähigkeiten laufend zur Schau stellen und frikelten sich gelegentlich völlig nervtötend durch die Songs. Fazit jedoch Daumen hoch für Singery. Höhepunkte waren die Songs Beware The Heavens und The Warrier Princess.

Nun zu Nightwish, alles wartete gespannt auf die Headliner des Abends. Nach einem längeren Intro begann das Konzert unter frenetischen Jubel der Anwesenden.
Eins fiel mir sofort auf den im Gegensatz zum Wacken Open Air wo ich die Band zuletzt sah, hatten sie einen glasklaren Sound. Damit konnte jetzt nichts mehr schief gehen, die Band legte einen famosen Auftritt hin. Alle waren ständig in Bewegung und Schlagzeuger Janne ist ein echtes Tier hinter den Drums. Über die stimmlichen Fähigkeiten von Sängerin Tarja muß ja nichts mehr gesagt werden. Göttlich! Bei dem Querschnitt aus allen drei Alben der Band (Höhepunkte für mich waren: Wanderlust, The pharao sails to Orion und Elvenpath) fiel mir auf, daß sie ein großes Charisma mit auf die Bühne bringt, ähnlich wie Slayer oder Lemmy.

Sichtlich begeistert vom Jubel des Publikums spielten Nightwish noch zwei Zugabenblöcke, im ersten Walking In The Air und The Beauty And The Beast und als krönender Abschluß eine mitreißende Version von Wishmaster. Keiner der Anwesenden dürfte Enttäuscht nach Hause gegangen sein. Danke Nightwish!

Lars

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CD/DVD-Reviews:

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Live-Reviews:

04.08.2005 bis 06.08.2005: 16. Wacken Open Air (Wacken)
28.12.2004: On A Dark Winter's Night-Festival (Oberhausen, König-Pilsener-Arena)
22.08.2002 bis 24.08.2002: Summer Breeze 2002 (Abtsgmünd)
02.08.2001 bis 04.08.2001: Wacken Open Air 2001 (Wacken)


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