Interviews

Rage (22.04.2002)

Mit Stress im Nacken kann man nicht komponieren

Unity soll deutlich härter und aggressiver als der Vorgänger ausgefallen sein. War das von vornherein so beabsichtigt, oder hat sich das so entwickelt?

Das war so geplant gewesen. Wir wollten den Fokus auf diese Seite von Rage lenken und ein rauhes, direktes, agressives Album einspielen, bei dem alle Songs mehr oder weniger in die selbe Kerbe schlagen.
Nachdem wir uns auf dem letzten Album ein wenig ausgetobt haben und alle Stilelemente der Bandhistory für unsere jetzige Besetzung ausprobierten, haben wir uns diesmal auf die harte Seite konzentriert, da wir der Ansicht waren, dies steht uns am besten zu Gesicht. Irgendwie fühlt es sich am besten wenn wir so spielen.

Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Hansi Kürsch (Blind Gardian) und DC Cooper (Silent Force) auf eurem neuen Album?

Wir haben ja im Twilight Hall Studio, welches den Guardians gehört, aufgenommen. Da war es naheliegend, Hansi einzubeziehen, zumal wir seit langem befreunded sind. DC ist auch mit uns befreunded und er probte gerade mit Silent Force in der Gegend, beide sind super Sänger und es ist eine echte Bereicherung, mit ihnen zu arbeiten.

Die Fans und die Presse haben an ein Rage-Album ja eine recht hohe Erwartung. Spürt ihr beim Komponieren eines neuen Albums diesen Druck oder könnt ihr so genauso frei und kreativ arbeiten wie sonst?

Wir denken nicht darüber nach, was jemand von uns erwartet wenn wir komponieren. Da verfahren wir rein nach unserem persöhnlichen Geschmack.

Wann habt ihr angefangen, die Stücke für Unity zu komponieren und wie läuft das bei euch ab?

Wir haben bereits nach der Veröffentlichung von Welcome die ersten neuen Ideen gehabt. Im Oktober letzten Jahres haben wir uns dann im Proberaum getroffen und in ca. 2 bis 3 Wochen die Songs ausgearbeitet. Wir hatten noch mehr Ideen, die wir aber nicht weiter verfolgt haben, da wir nicht wieder so ein ellenlanges Album wollten. Zuerst komponieren wir die Musik, Victor und ich unabhängig voneinander, danach schreibe ich die Texte auf die fertigen Vocallines. Mike hat sich bei einem Song auch eingebracht.

Könnt ihr euch vorstellen, mal wieder etwas mit einem Orchester zu machen?

Natürlich. Wir planen zwar fürs nächste keine neuen Platten in so einer Konstellation, aber ein Konzert zu einem besonderen Anlass ist durchaus denkbar.

Der eine auf dem Klo, der nächste unter der Dusche... wo habt ihr eure besten Ideen?

Prinzipiell überall. Allerdings braucht man echt Ruhe und ein bisschen Zeit, damit der Fluss in Gang gesetzt werden kann. Mit Streßss im Nacken kann man nicht komponieren. Ich setze mich aufs Sofa und mach eine Session mit mir selbst.

Wie wichtig sind euch die Texte auf den Alben und worüber handeln sie hauptsächlich?

Mir sind die Texte sehr wichtig. Ich schreibe über Dinge, die mich momentan beschäftigen, wie eine Art Tagebuch oder Selbsttherapie. Das können sehr unterschiedliche Dinge sein. Die Texte für Unity sind ziemlich agressiv ausgefallen.

Wir sind alle schon mal gespannt darauf, wie Unity life präsentiert werden soll. Kannst du etwas darüber verraten?

Wir arbeiten noch am Bühnenkonzept. Auf jeden Fall wollen wir was mit unserem neuen Artwork machen.

Ihr plant eine Co-Headliner Tour durch Europa. Wo werdet ihr überall spielen und wieviele Gigs davon werden im deutschsprachigen Raum sein?

Die Tour wird durch die meisten europäischen Länder gehen, in Deutschland sind sechs Shows geplant.

Kann die Tournee danach in Übersee und Japan fortgesetzt werden?

Die anderen Territorien werden nicht im Rahmen dieser Tour gemacht. Japan, Korea, Russland etc. machen wir wohl allein.

Ihr seid jetzt neu bei SPV unter Vertrag. Wie kam es zu diesem Wechsel?

Gun haben sich in den letzten Jahren zu einem Poplabel entwickelt. Für eine Metalband ist das der sichere Untergang. Daher war es klar, dass wir mit einem der grossen, auf Metal spezialisierten Label arbeiten würden. Den Ausschlag gab der Umfang des Angebotes und die Tatsache, dass Olly Hahn , ein alter Bekannter, mit seinem Team von CMM zu SPV gewechselt war und wir mit ihm arbeiten können.

Es gibt nur wenige Bands, in denen so viele unterschiedliche Kulturen vertreten sind. Macht sich das zum Beispiel auf Tour irgendwie bemerkbar oder verläuft das Zusammensein völlig reibungslos?

Es ist schon erstaunlich wie gut wir uns trotz unserer sehr unterschiedlichen Backgrounds verstehen, wir sind ziemlich auf der selben Wellenlänge. Es macht Spass und ist ein befriedigendes Gefühl, in dieser Konstellation zu arbeiten.

Last but not least einige Fragen, die jeder von uns gestellt bekommt: Wie bist du zum Metal gekommen?

Lemmy ist es Schuld ... Motörhead haben mich zu dieser Musik gebracht.

Was sind deine drei aktuellen Lieblingsalben?

Neue Dreamtheater, Halford live, neue Transatlantic

Manchmal kann man Rückschlüsse auf den Menschen selber ziehen, wenn man weiss welches Auto er fährt. Also, was für ein Auto fährst du?

nen alten Toyota Corolla. Ich weiss aber nicht auf was das rückschliessen lässt ...

Vielen Dank für das Interview

Viele Grüsse & Danke, Peavy

Das Interview wurde per Email geführt

Waltraud

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CD-Reviews:

CD-Review: Rage - Unity
CD-Review: Rage - Soundchaser
CD-Review: Rage - From The Cradle To The Stage
DVD-Review: Rage - From The Cradle To The Stage

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31.07.2003 bis 02.08.2003: 14. Wacken Open Air (Wacken)


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