Interviews

Disbelief (30.03.2002)

Keine Tricks und kleine Autos!

Jagger
Joe

Heute ist der 30.03.02 und wir fahren nach Offenbach in die Sauna (Hafenbahn) um ein Interview mit disbelief zu machen. Endlich angekommen treffen wir uns mit Jagger (Karsten) und Joe (Jochen) zum Inti.

Monika: Ja, fangen wir einfach mal an und zwar gibt es disbelief wie lange?

Jagger: Ja uns gibt es seit 1990, wir haben mit einigen Demos angefangen und haben nun schon die vierte CD veröffentlicht.

M: Ihr seid ja bei Massacre, wie seid ihr denn mit dem Label so zufrieden?

Jagger: Ja mittlerweile schon, denn die Werbung läuft soweit ganz gut und mit der Zusammenarbeit sind wir auch ganz zufrieden.

M: Was heisst mittlerweile, war das am Anfang nicht so?

Jagger: Na ja nicht so unbedingt, aber das kann man ja verstehen, dass die erst einmal sehen wollen, wie sich eine Band verkauft, denn wer kauft schon die Katze in Sack! Aber mittlerweile haben wir uns doch sehr bestätigen können.

M: Sag mal wie machst Du das mit deiner Stimme, die klingt ja extrem krass auf der neuen Scheibe?

Waltraud: Gibt es da irgendwelche Tricks?

M: Und ausserdem wie hält man das live durch, ohne anschliessend heiser zu sein?

Jagger: Eigentlich habe ich da keine besonderen Tricks oder etwas in der Art, allerdings wenn der Gig sehr lange wird, habe ich natürlich auch ein wenig mit der Stimme zu kämpfen, aber das geht normalerweise schon.
Ja und zum Studio zu kommen, das war teilweise wirklich sehr hart, denn das letzte mal habe ich die CD im Stehen eingesungen, wie es normalerweise jeder macht. Aber diesmal wollte ich wirklich alles geben und deshalb habe ich die neue CD im Knien eingesungen, ansonsten bekommt man doch einige Probleme mit Kopfschmerzen und im Knien geht das ganze nicht so auf den Kopf und man kann anschlissend noch einigermassen klar denken.

M: Wie kam es eigentlich dazu, dass ihr so kurz hintereinander zwei Touren (mit Bolt Thrower und nun die No Mercy Tour) angetreten seid?

Jagger: Ja, das kam eigentlich daher, dass wir mit der Worst Enemy also dem Vorgängeralbum nicht auf Tour waren, da die geplante Tour mit Cannibal Corpse leider geplatzt ist. Wir hatten die Bolt Thrower Tour praktisch als Entschädigung für die nicht stattgefundene Tour angenommen und die jetzige Tour hat sich kurzfristig entschieden. Auch wegen des neuen Albums.

Joe: Ja, wir haben das Album eigentlich für einen etwas späteren Zeitpunkt geplant, aber das Stage One Studio (bzw. Andy Classen) war total ausgebucht und um die Tour mitmachen zu können, mussten wir in ein anderes Studio das uns Massacre empfohlen hatte.

Jagger: Wir kannten das Studio nicht und die vom Studio kannten uns auch nicht und als wir dort ankamen waren wir begeistert von der ganzen Atmosphäre.

Joe: Das hätten wir nicht gedacht, zumal in dem Studio mit Metal noch nicht so viel gemacht wurde, aber das war vielleicht die Herausforderung für beide Seiten.

Jagger: Ja das hat uns noch mal so einen richtigen Kick gegeben. Das Album haben wir insgesamt in sechs Wochen eingespielt, was allerdings ein wenig stressig war.

M: Werdet Ihr weiterhin in der Geschwindigkeit arbeiten, oder reicht es Euch erst einmal und schaltet einen Gang zurück?

Joe und Jagger: Dieses Jahr wird es auf jeden Fall keine neue Scheibe mehr geben, das war doch ein bisschen zu heftig.

M: Wie kommen die neuen Stücke eigentlich beim Publikum an?

Jagger: Bisher kann man sich nicht beschweren, mal sehen, wenn das so weiter geht mit den Verkaufszahlen können wir zufrieden sein. Allein beim Vergleich der Worst Enemy zu dem Vorgänger Album haben wir eine fünfzig prozentige Steigerung.

M: Was ist Euer grösster Traum?

Jagger: Von und für Disbelief leben zu können!

M: Ich nehme mal an, dass Ihr Euch mit diversen Jobs über Wasser haltet!

Jagger: Ja, man geht halt so seinen Jobs nach, wie jeder andere auch. Acht Stunden arbeiten und danach halt für Disbelief arbeiten, also zwei Jobs gleichzeitig, nur dass die Arbeit mit Disbelief Spass macht.

M: Und in der Urlaubszeit geht Ihr dann auf Tour.

Jagger: Genauso läuft es, es ist zwar nicht immer einfach soviel Urlaub am Stück zu bekommen, aber das geht schon meistens irgendwie.

Joe: Das stimmt allerdings!

M: Und nun noch ein paar Standardfragen, die wir allen Musikern und Interviewpartnern stellen!
Wie kamst Du zum Metal?

Jagger: Oje, ich bin da früher aus Protest gegen die Eltern dazu gekommen diese Art von Musik Laut, Gitarren und Gesänge die das Verständnis der Eltern nicht gerade berührt zu hören und weil es einfach cool war. Ja Protest!!!!

M: Was sind deine Lieblingsbands aktuell?

Joe: Crowbar! Crowbar sind für mich immer aktuell!

Jagger: Neurosis, Deftones im Metal oder sagen wir mal lieber im Rock Bereich hören wir einiges, Hauptsache sie haben einen eigenen Stil und sind nicht so Nachahmer wie viele andere Bands.

Joe: Dem kann ich mich nur anschliessen.

M: Und nun die letzte Frage, die soll angeblich so ein bisschen darauf schliessen, was für einen Charakter man hat und zwar: Was für ein Auto fährst du und warum?

Nach dem die Herren erstmal in schallendes Gelächter ausgebrochen sind und sich wieder beruhigt hatten, haben sie die Frage dann doch noch beantwortet!

Joe: Na ja ich fahre nichts besonderes einen Opel Corsa, ganz einfach weil er schön sparsam ist, bei den Spritpreisen im Moment muss man schon ein bisschen darauf achten.

Jagger: Ich fahre einen kleinen niedlichen Peugeot, auch aus den Gründen wie Joe, weil er einfach sparsam ist. Mein Traumauto wäre ein VW Bus, da hat man als Band schon seine Vorteile, aber der frisst ja wie der Teufel (also nicht rentabel)!

M: Ja, dann bedanken wir uns erstmal und noch viel Spass auf Eurer Tour und viel Erfolg für den heutigen Gig!

Jagger: Das wünschen wir Euch auch!

Monika

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CD-Reviews:

CD-Review: Disbelief - Worst Enemy
CD-Review: Disbelief - Shine
CD-Review: Disbelief - Spreading The Rage

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22.08.2002 bis 24.08.2002: Summer Breeze 2002 (Abtsgmünd)
26.01.2002: Bolt Thrower, Benediction, Fleshcrawl, Disbelief (Kallewerk, Bad Salzungen)


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