Interviews
Spi-Ritual (27.01.2006)
Wir leben in einer Zeit, in der der Kampf der Kulturen ein Alltagsthema geworden ist
Stefan Hertrich, Sänger und Kopf der deutschen Gothic Metaller Darkseed, hat erneut ein Musikprojekt gegründet. Mittlerweile ist dies sein zweites Soloprojekt neben Shiva In Exile und einem weiteren Projekt namens Betray My Secrets, das er zusammen mit Megaherzens Christian Bystron auf die Beine stellte.
Hertrich lässt in seinen Projekten ethnische bzw. östliche Musikelemente einfließen. Das Besondere an der Verbindung von westlichen und östlichen Instrumenten ist die Art und Weise, in der es der Sänger und Songwriter versteht, nahezu perfekte Fusionen zu erzeugen.
Mit »Pulse« - der Mini-CD mit sechs Stücken des neuen Projektes Spi-Ritual ist es gelungen, eine Verschmelzung von Gothic Metal, ethnischen Klängen und hypnotischen Esoteriksounds zu kreieren, die absolut faszinierend auf den Hörer wirkt.
Die Details und Backgrounds zu Spi-Ritual und die Ziele hinter dem Projekt werden im folgenden Interview ausgeführt:
Vielen Dank, Stefan, dass Du wieder einmal die Zeit findest, mit mir über Musik zu reden. Vor einem Jahr sprachen wir über Darkseed. Dieses Mal machst Du nicht mit Darkseed auf Dich aufmerksam. Nein, dieses Mal entscheidest Du Dich für ein neues Projekt. Du wolltest zuerst ein weiteres Shiva-Album veröffentlichen. Nach Shiva in Exile und Betray my secrets kommt nun Spi-Ritual an den Start. Warum ein völlig neues Projekt und nicht eine Veröffentlichung von »Pulse« unter einer vorherigen Namen?
Ich habe für Euer Interesse zu danken: Nun, um der allgemeinen Verwirrung aufgrund der Vielzahl an Projekten vorzubeugen, ein kurzer Überblick: Darkseed ist eine relativ »normale« Gothic/Metalband, mit der ich seit 1992 einige CDs veröffentlicht habe. 1999 folgte ein experimentelles Projekt, das erstmals Metal mit Ethno mischte (Betray My Secrets - mit dabei: Christian Bystron von Megaherz). Leider haben wir bis heute nie die Zeit gefunden, gemeinsam an einem Nachfolgealbum zu arbeiten. 2003 habe ich dann unter dem Namen Shiva In Exile mein erstes Album geschrieben, das völlig ohne Metal-Elemente auskommt und im Bereich Ethno/Soundtrack/Elektro anzusiedeln ist. Da ich mit diesem Album in Kalifornien einen Musik-Award gewonnen habe, zeichnete sich dadurch für mich persönlich der zukünftige Werdegang ab: es muss weitergehen mit dem Mix aus westlichen Musikelementen und Ethno.
Mitte 2005 war es dann mal wieder so weit, Metal mit Ethno zu mischen, und da wie gesagt terminlich eine Zusammenarbeit mit Christian Bystron schwer zu bewerkstelligen war, habe ich mich dazu entschlossen, Betray My Secrets ad acta zu legen, und ein neues Projekt ins Leben zu rufen. Musikalisch kann man sagen, dass SpiRitual die Weiterführung von Betray My Secrets ist, jedoch wie gesagt hauptsächlich auf meinem eigenen Mist gewachsen. Eine Weiterführung von Betray My Secrets kam nicht in Frage, da Betray My Secrets schlicht und einfach das Baby von Christian UND mir war. Ich kann die Hörerschaft jedoch beruhigen, ein neues Projekt steht nicht zur Disposition, es wird jetzt erstmal fleißig an den drei Bands SpiRitual, Shiva In Exile und Darkseed weitergearbeitet, jedoch mit Fokus auf SpiRitual und Shiva In Exile.
Wie bist Du auf den Albumnamen »Pulse« gekommen und was bedeutet er für Dich?
Während sich Darkseed grundsätzlich den negativen Aspekten des Lebens verschrieben hat (Aufzeigen von Missständen innerhalb der Menschen wie auch außerhalb, also in der Gesellschaft etc.), möchte ich bei SpiRitual eher den positiven Weg einschlagen und dem Hörer auch mal einen Funken Hoffnung mit auf den Weg geben. Dabei gilt es, eine recht schwere Brücke zwischen Kitsch, ja sogar religiösen Ansätzen und glaubwürdigem Metal zu schlagen. Pulse ist hierfür ein guter Name, da er abstrakt »positiv« zu verstehen ist. Pulse steht für Leben, Energie. Der schlagende Puls ist vielen als Wellendarstellung im Krankenhaus ein Begriff. Pulse steht also auch für das permanente Auf und Ab, das jeder Mensch tagtäglich durchlebt. Leben pur.
Du lässt mit »Pulse« zwei völlig unterschiedliche Welten, nämlich die der östlichen und der westlichen Musik, aufeinander prallen. Wie kamst Du auf die Idee, diese beiden Musikstile in Deiner Musik perfekt zu verbinden?
Wir leben in einer Zeit, in der der Kampf der Kulturen ein Alltagsthema geworden ist (es wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten schlimmer werden). Schuld hierfür tragen beide Seiten. Der Westen, der Jahrhunderte lang die Länder des nahen Ostens und Afrikas kolonisiert und wirtschaftlich ausgebeutet hat. Beliebige Nationen wurden gegründet, Grenzen gezogen, die keinen ethnischen Merkmalen entsprechen. Dadurch entstehen nun Konflikte innerhalb der Länder (im Irak beispielsweise durch die einzelnen ethnischen Gruppen, inklusive der Kurden), und natürlich auch Konflikte gegen den Westen.
Der Nahe Osten trägt eine Mitschuld durch seinen uns bekannten religiösen Fanatismus. Ich denke, die Musiklandschaft kann ein Projekt, das beide Seiten harmonisch verschmelzen lässt, gut gebrauchen. Ich habe Freunde und Fans auf beiden Seiten. Ob es Hörer sind, die in der US Army dienen, oder Fans aus dem Libanon, Iran, Syrien, Israel.
Generell eignet sich die Musik des Nahen/Mittleren Ostens und teilweise auch die Musik der Indianer für Gothic/Metal hervorragend! Man kann fast schon sagen, dass einige Harmonien im orientalischen Raum derartig schwermütig sind, dass sie selbst von Metalfans nicht gerne »konsumiert« werden. Ich denke, dass SpiRitual eine gute Mischung aus Gothic und positiver Energie darstellt und ich hoffentlich die passenden Merkmale jeder Kultur herausgepickt habe.
An »Pulse« waren viele verschiedene Musiker beteiligt, auch wenn Du der geistige Kopf des Projektes bist. Musiker aus Bands wie Equilibrium, Megaherz oder Deiner eigenen Band Darkseed durften es umsetzen. Ganz speziell sticht aber der bekannte Anthropologe und Buchautor Dr. phil. Christian Rätsch heraus. Wie ist die Zusammenarbeit mit ihm entstanden? In welcher Beziehung stehst du zu ihm? Was hat er letztendlich zu Puls»e« beigesteuert?
Ich bin mit Christian seit ca. fünf Jahren gut befreundet. Kennen gelernt haben wir uns, weil er über Betray My Secrets in einem seiner Bücher geschrieben hat. Wir haben uns seitdem einige Male getroffen, und immer wieder gerne lausche ich den Geschichten seines bewegten Lebens. Der Mann war überall, kennt jeden, und wird auch in Zukunft viel zu erzählen haben. Er ist das Paradebeispiel für die Kombination aus Ethno und Metal - denn er hat beiden Themen sein Leben verschrieben. Er besucht Schamanen überall auf der Welt, hält Ausschau nach exotischen Pflanzen usw. (er hat ein Standardwerk über psychoaktive Pflanzen geschrieben, das sogar an der Uni Lehrstoff ist), andererseits hängt er seit Jahrzehnten mit Rock und Metalbands ab, und bringt hier und da wahre Rockgrößen dazu, bei Konzerten spontan Riffs von Blackmetal-Bands einzubauen - was die Zuschauer natürlich nicht verstehen, aber ein netter Insidergag ist. Man sieht ihn überall. Ob in der Hamburger Oper oder im Mexikanischen Regenwald, oder aber bei einem Undergroundkonzert irgendeiner Black- oder Deathmetalband:
Er stellt mir immer wieder gerne Aufnahmen aus dem Regenwald zur Verfügung, in diesem Fall waren es Sounds von Vögeln, aber auch Flöten und Percussioneinlagen des kolumbianischen Schamanen Kajuyali Tsamani. Für Shiva In Exile musste z.B. ein Schamane aus Nepal »herhalten«, und schon für die nächsten CDs hat er ordentlich Material gesammelt!
Welche sind Deine Ziele mit Spi-Ritual? Wen willst Du mit Deinen Lyrics/mit Deiner Musik erreichen? Zu was möchtest Du die Zuhörer animieren? Welchen tieferen Sinn hat Spi-Ritual?
Es sind eigentlich mehrere Ziele. Einmal, mit der Musik Fans kennen zu lernen, die spirituelle Fähigkeiten haben oder andere Merkmale aufweisen, die von den uns in der Schule gelehrten oder im TV gepredigten Weltbildern abweichen. Es gibt da viele interessante Dinge, aber die hebe ich mir für eine Zeit auf, in der ich nicht davon abhängig bin, ob die Medien mich für durchgeknallt oder nicht halten, hehe. Das zweite Ziel ist es, schlicht und einfach positive Emotionen zu wecken, auch wenn die Musik aggressiv und düster ist. Vor allem der Videoclip trägt scheinbar dazu bei, dass die Fans einfach im positiven Sinne Energie auftanken!
Der tiefere Sinn von SpiRitual ist ein Appell an positive Eigenschaften: Mut, innere Stärke, das Wagen von Abenteuern, Probleme als Freund und Wegweiser anzusehen etc. Einfach, dem Hörer nahe legen, dass man das Leben mit zwei Brillen betrachten kann. Einer schwarzen und einer weißen Brille. Diese Brille hat interessanterweise den Effekt, dass man die Welt nicht nur schwarz oder weiß wahrnimmt, sondern sie dann wirklich schwarz oder weiß wird! Wir haben es selbst in der Hand.
Ein weiteres Ziel von SpiRitual: es soll den Leuten einfach gefallen, auch wenn sie die Message nicht so interessant finden. Musik ist und bleibt nach wie vor Entertainment, hehe.
»Pulse« ist ein sehr gefülltes Werk, das mir zeigt, dass Du Dir richtig viel Mühe gegeben und Dir richtig Gedanken gemacht hast. Sechs überaus ausgereifte Songs und einen sehr tiefgründigen, abwechslungsreichen und informativen Bonusteil bietet Deine Mini-CD. Ein besonderer Teil sind hier Deine Worte über »Positives Denken trotz und wegen Gothic/Metal«, welcher mich persönlich sehr beeindruckt und sehr informativ gehalten ist. Warum ist dieser Text Teil Deiner CD?
Vielen Dank für das Lob! Ich bin textlich mehr als zehn Jahre quasi durch das Tal der Tränen gegangen, habe versucht, die Leute zu kritischem Denken aufzurütteln usw. Wichtig ist dabei, dass man an diesem Punkt nicht stehen bleibt. Die Welt mit kritischen Augen betrachten, zu rebellieren usw. ist sehr wichtig. Die ganze Metal-Szene ist ja prinzipiell eine Rebellion, bzw. so fing der Metal an. Mittlerweile ist Metal mehr, und zwar durchaus auch eine Flucht in Ideale, seien es Traumwelten von Folk Metal Bands, oder aber philosophische Ausflüge im Gothic/Dark Wave usw. Ein Aspekt schien mir jedoch zu fehlen, und zwar das kritische Denken, von mir aus auch die Flucht in eine Traumwelt (Ethno ist ja auch in einer gewissen Form eine Traumwelt für die westliche, industrielle und manchmal kaltherzige Kultur), aber ZUSÄTZLICH dazu auch der Versuch, das HIER UND JETZT, also unsere Realität, oder die individuelle Umgebung jedes einzelnen Hörers, zu verändern. Dazu ist positive thinking sehr wichtig. Mittlerweile gibt es viele Bücher über das Thema, sei es im Esoterik- oder im Psychologiebereich, dass wir in der Tat dazu fähig sind, selbst zu schöpfen. Sprich: wer positiv denkt, verändert sein Umfeld positiver! Wie und warum wäre für dieses Interview zu ausführlich, aber eben dazu wollte ich einfach mal einen Text schreiben, der in der Multimedia-Sektion der CD zu finden ist.
Ebenfalls Teil der CD ist das Video zum Titelsong »Pulse«. Welches Konzept steht hinter diesem Videoclip?
Zum einen schlicht und einfach das Wecken positiver Emotionen. Ein interessantes Zitat eines amerikanischen Labels: since years I finally know again why I listen to metal! Sprich: er hat das Video gesehen, und obwohl es positiv ist, und nicht vermeintlich schwarz/dunkel, hat er es als METAL angesehen. Metal ist nämlich POSITIVE, euphorische Emotion, auch wenn die Musik vordergründig oftmals grottendüster rüberkommt.
Als zweites soll das Prinzip »wir haben Schöpferfähigkeiten« dargestellt werden. Dadurch, dass »Gott« als Energieform einerseits z.B. in einer Blume zu finden ist, andererseits später von der Hauptdarstellerin selbst ausgesandt wird. Aber das ist eine sehr abstrakte Message, die für das Video eigentlich nicht so wichtig ist. Prinzipiell soll das Video - wie gesagt - einfach positiv rüberkommen. Message hin oder her.
Wie kommt es, dass Du Dein Album »Pulse« auf Deinem eigenen Label veröffentlichst?
Ich wollte es einfach mal ausprobieren. Welche Formulare muss man ausfüllen, wenn man selber eine CD presst, welche hintergründigen Kosten sind damit verbunden, die man als Künstler nicht sieht, um dann dem Label vorzuwerfen, dass es gierig ist und nichts für die Band tut usw. Jede Band schimpft hier und da über das Label, teilweise sicherlich zu Recht, andererseits gibt es viele Dinge, die man als Band nicht sieht. Und eben diese Aspekte wollte ich selber erfahren. Generell kann man sagen: im Musikbusiness muss man jeden Cent drei Mal umdrehen, bevor man ihn ausgibt. Es ist bekannt, dass das für Bands oftmals gilt. Aber für die Labels ist es genauso… Es gibt viele Konflikte zwischen den Bands und den Labels, auch zwischen Bands, Labels, Veranstaltern und Magazinen, die der Fan normalerweise nicht mitbekommt. Ich behaupte mal, dass größtenteils keine der Seiten etwas dafür kann. Die allgemeine Lage in diesem Business ist schlicht und einfach katastrophal. Und wo es Not gibt, dort entstehen nun mal Konflikte. Ich will einfach nicht mehr von Erfolg abhängig sein, sondern mein gallisches Dorf haben, in dem ich künstlerisch machen kann, was ich will. Zumindest war mir das bei der Erstellung von »Pulse« sehr wichtig. Jetzt, wo das Resultat doch gut von der Hörerschaft akzeptiert wird, hätte ich durchaus Interesse, auch mit anderen Labels zusammenzuarbeiten. Jetzt kann nicht mehr viel schief gehen, die CD ist ja fertig, und sie ist so, wie sie ist. Ein bisschen durchgeknallt, experimentell, aber mit viel ehrlicher Leidenschaft gemacht.
Wird es nach »Pulse« evtl. ein weiteres Album für Spi-Ritual geben? Welche weiteren Pläne hast du mit Spi-Ritual?
Ich hätte schon Lust, ein volles Album nach »Pulse« zu machen. Stilistisch würde sich nicht viel ändern, da mir der Weg sehr gut gefällt. Aber erstmal muss ich zumindest einen Teil der Unkosten wieder reinholen, hehe. Bis dahin werde ich an neuem Material für Shiva In Exile arbeiten.
Es wird wohl sehr schwer, Spi-Ritual live für die Außenwelt sichtbar zu machen. Gibt es dennoch Pläne, die Musik von Spi-Ritual einmal bei einem Konzert zu erleben?
Toll wäre das schon! Aber der damit verbundene Aufwand rechtfertigt sich nur, wenn sich die Verkaufszahlen finanziell lohnen. Bei allem Idealismus, muss zumindest soviel Geld reinkommen, dass ich nicht draufzahlen muss, wenn ein gutes Live-Line-Up, dazu mit Mischer usw., zusammengestellt wird. Im Moment kann ich dazu aber leider nichts Konkretes sagen. Wie sich SpiRitual entwickelt, lässt sich wohl erst Mitte 2006 sagen.
Wo nimmst du all deine Kreativität her?
Die kommt meist von selbst. Es gibt Phasen/Monate, in denen rühre ich mein Musikprogramm nicht an. Wenn's jedoch wärmer wird draußen, meistens im Frühling und Sommer, will ich unbedingt Songs schreiben. Keine Ahnung warum.
Probierst du die Dinge aus, oder folgst du einem festgelegten Bild in deinem Kopf?
Mittlerweile habe ich schon eine vordefinierte Vision in meinem Kopf, aber sowas braucht viele Jahre aktiven Songwritings. Im Metalbereich ist die Vision einfach zu erklären (so wie SpiRitual halt klingt), gnadenlos runter gestimmte Gitarren, dass man im Studio die Töne fast nicht mehr hört und Tommy (der Produzent) kurz vorm technischen Kollaps steht, und mir gerne den Kopf runterreißen würde. Dazu treibende, groovige Drums. Müssen nicht schnell sein, aber stampfen sollen sie. Dafür ist Mauri von Darkseed Experte! Dazu eine Brise meines fürchterlichen Geschreis und dann feine ethnische Instrumente und sensibler Frauengesang, bzw. runter gestimmte Percussionelemente und mit vielen Effekten versehene Flöten. Fertig ist die Ethno/Metal-Mischung! Viel Platz zum Ausprobieren ist da nicht mehr. Man sagt ja gerne »was soll man denn noch machen, was es bisher noch nicht gibt«. Ich denke, mit dieser merkwürdigen Mischung habe ich dieses Problem zumindest für mich ganz gut gelöst. Einige Jahre kann ich mich damit bestimmt kreativ am Leben halten.
Wo gibt es die Hauptunterschiede zwischen Deinen Projekten wie Shiva In Exile, Betray My Secrets oder eben Spi-Ritual im Gegenzug zu Deiner eigentlichen Hauptband Darkseed?
Viele Unterschiede zwischen Betray My Secrets und SpiRitual gibt es eigentlich nicht. Die Gitarren sind tiefer gestimmt, mein Gesang ist etwas brutaler und die Produktion ist etwas fetter. Ansonsten sind beide Projekte recht ähnlich. Glücklicherweise hilft Christian Bystron (Megaherz, Ex-Betray My Secrets) hin und wieder mit seinen tollen Gitarrensolos und wertvollen Tipps, was den Unterschied zwischen beiden Projekten noch geringer macht, und daher ein Weiterführen von Betray My Secrets wirklich keinen Sinn machen würde.
Shiva In Exile ist prinzipiell das gleiche wie SpiRitual, aber ohne Gitarren, Schlagzeug und wirklich auf weiblichen Ethnogesang fixiert. Eher was für Freunde von Soundtracks wie Passion Of Christ, The Crow oder Black Hawk Down, dazu ein bisschen Dead Can Dance.
Darkseed unterscheidet sich von all diesen Projekten dadurch, dass es völlig ohne Ethno-Elemente auskommt und eine eher »typische Gothic/Metal Band« ist, mit typischen Songstrukturen und Instrumentierungen. Manchmal ist sowas aber auch nicht schlecht.
Wie steht es eigentlich gerade um Darkseed?
2006 wird für mich voll im Zeichen von SpiRitual und Shiva In Exile stehen, aber vielleicht findet sich ja 2007 wieder Zeit, um ein solides, »bodenständiges« Gothic/Metal-Album zu schreiben. Unsere Fans haben uns lange kreative Pausen bisher immer verziehen. Dafür sind wir natürlich sehr dankbar, zumal Darkseed keine medienwirksame Band ist, die die Fans permanent an der Stange hält.
Klingt nach einem kreativen Jahr 2006 für Stefan Hertrich! Wer weiß, was der Weg bringt ... Viel Glück dabei!
| Tanja |
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