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Obituary - Frozen In Time

(Spielzeit: 34 min./VÖ: 18.07.2005)
Obituary - Frozen In Time

Unglaublich: Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Auf dieses Werk dürfte nicht nur ich schon sehr sehr laaaaange gewartet haben! Allein das unverschämt groovende Riff des überraschend als reines Instrumentalstück ausgelegten Openers Redneck Stomp, welches sofort nach erstmaligem Anhören im Ohr hängen bleibt, ehe der Deathmetalexpress so richtig ins Rollen kommt setzt sich schnell wie ein Schwarm gefräßiger Parasiten in den Gehörgängen fest.
Nummern wie On The Floor, Insane oder Lockjaw (eigentlich müsste man das komplette Album nennen) erinnern in ihrer gesamten Machart an die ganz frühen, kultigen ersten Alben der Band, womit vor allem die drei Klassiker »Slowly We Rot«, »Cause Of Death« (eine der drei besten Deathmetal-Scheiben überhaupt, die völlig zurecht als Genre-Meilenstein gilt) und »The End Complete« gemeint sind, welche den Ruf von Obituary verdientermaßen als eine der besten Deathmetalcombos unseres Planeten zementierten.
Gut, dass die Florida Truppe um die beiden Tardy-Brüder auch bei der Produktion ihres mittlerweile sechsten Longplayers einmal mehr mit dem schon früher bewährten »Soundhexer« Scott Burns zusammengearbeitet hat, der Obituary exakt den Sound verpasst hat, der dem beliebten Floridafünfer zahlreiche Fans in den 90ern beschert hat. Das schöne Cover des Silberlings befindet sich ebenfalls in standesgemäßer Tradition zu sämtlichen bisher veröffentlichten Obituary-Alben. Erfolgsbewährte Rezepte ändern sich eben nie und setzen sich gerade nach langer Wartezeit häufig auch dementsprechend sicher durch.
Im Falle des Floridafünfers bedarf es keiner besonderen hellseherischen Fähigkeiten: Obituary haben sich zurückgemeldet, um der gesamten Deathmetalszene in eindrucksvoller Form zu zeigen, wo der Hammer hängt! Mit »Frozen In Time« hat der Fünfer das von vielen Deathmetalfans bereits sehnsüchtig erwartete Album am Start, das ohne Wenn und Aber durchweg die Klasse besitzt, zahlreiche Deathmetalbands heutiger Tage schon beim ersten Durchlauf locker das Fürchten zu lehren! Anders kann man diese mit gerade mal knapp vierunddreißig Minuten eigentlich viel zu kurz ausgefallene Todesbleiorgie wirklich nicht beschreiben.
Es ist, als wäre (zumindest in rein musikalischer Sicht) die Zeit nie an den Florida-Deathern vorüber gegangen, sondern wie auf den Punkt genau zurückstellt in den 90ern stehen geblieben. Frozen In Time ist simpel gestrickt, groovt abnorm fett, knallt geradlinig und sicher wie in alten Tagen. - Einhundert Prozent Old-Shool und Obituary im Original. Mit einem solch großartigen Comeback dürften (trotz Original-Line-ups) nach immerhin siebenjähriger »Pause« wohl nur die kühnsten Optimisten gerechnet haben. Für LiebhaberInnen des Genres und Fans der Band definitiv in wirklich jeder Hinsicht ein absolut unumgängliches Muss!

Toschi

 Tracklist:
  1. Redneck Stomp
  2. On the Floor
  3. Insane
  4. Blindsided
  5. Back Inside
  6. Mindset
  7. Stand Alone
  8. Slow Death
  9. Denied
  10. Lockjaw
Discographie:
1989 - Slowly We Rot - Roadrunner Records
1990 - Cause Of Death - Roadrunner Records
1992 - The End Complete - Roadrunner Records
1994 - World Demise - Roadrunner Records
1997 - Back From The Dead - Roadrunner Records
1998 - Dead - Roadrunner Records
2001 - Anthology - Roadrunner Records
2005 Review ansehen ... Frozen In Time - Roadrunner Records
weitere Infos:

Homepage www.obituary.cc

Label: Roadrunner Records


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