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Kreator - Enemy Of God

(Spielzeit: 56 min./VÖ: 17.01.2005)
Kreator - Enemy Of God

Der pfeilschnelle, brachiale Titeltrack macht von Anfang an schnell unmißverständlich klar, dass sie auf ihrem neuesten Output nicht den geringsten Zweifel daran aufkommen lassen, wem nach jahrelanger, harter intensiver Arbeit der Thrash-Metal-Thron gebührt: Einzig und allein Kreator!!! Im Vergleich zu den gerade in den letzten Jahren ziemlich stark Form schwankenden US-Thrashern Slayer (siehe unter anderem der schwache Wacken-Auftritt 2003) befindet sich die Altenessener Combo derzeit sprichwörtlich auf dem absoluten Höhepunkt ihrer Karriere.
Live bereits längst zu einer nicht mehr aus der Szene wegzudenkenden Institution geworden, glänzen Kreator mit einem derart brillianten Album, dass es eine wahre Freude ist, sich dieses superbe Werk vom ersten bis zum letzten Track mehrmals hinter einander reinzuziehen. Stücke wie World Anarchy, Impossible Brutality, Dystopia usw. glänzen durch brachiale, kompromißlose Härte, zahlreiche herrliche Breaks, extrem variables Leadgitarrenspiel, überaschende Rhythmus- und Tempowechsel, tolle Bassläufe und ein unglaublich hohes, intensives Mass an Heavyness, welch ein Überhammer!
Eingebettet in einen erstklassigen, klaren Sound, wie man ihn schon lange nicht mehr auf einer Thrash-CD gehört hat ist Enemy Of God textlich und musikalisch ein echtes Killer-Album geworden, das dem schon seit einiger Zeit auf der Stelle tretenden Thrashmetal einmal mehr um Lichtjahre voraus ist, neue Impulse verleiht und durch die Bank weg mit jedem gespielten Ton eine Band zeigt, die sich zur Zeit in Weltklasseform präsentiert!
Auf Enemy Of God befinden sich zwölf Thrashperlen, die nicht einen Ausfall zu verzeichnen haben und ausnahmslos unterstreichen, dass die Band auf diesem grandiosen Stück Vinyl wirklich Großes geleistet hat. Zeitgemäß und doch oldshoolig, dennoch mit jeder einzelnen Note interessant, legt das Quartett mit Enemy Of God eine Klasse Scheibe vor, die ihm in dieser Form selbst in ihren frühen Anfangsjahren so nicht gelungen ist.
Technisch versiert, kraftvoll, geradezu abnorm groovend, gnadenlos killend und melodisch besser wie nie zuvor kommen Thrash-Granaten wie World Anarchy, Murder Fantasies oder When Death Takes Dominion aus den Boxen geschossen, dass kein Auge trocken bleibt! Enemy Of God zählt schon jetzt zu den absoluten Highlights des Jahres.
Brachialhämmer a la Suicide Terrorist (oder der gnadenlos killende Titeltrack Enemy Of God) könnten sich vielleicht - (nein, nicht vielleicht, sondern garantiert) - schon bald im Live-Set von Kreator befinden.
Voices Of The Dead und Dying Race Apocalypse überraschen durch tolle Epicparts zu Beginn, ehe die Groove-Walze in Gang gesetzt wird, um gnadenlos alles zu überrollen, was sich ihr in den Weg stellt!
Kreator haben mit Enemy Of God neue Maßstäbe gesetzt, wobei sie mit ihrem aktuellen Longplayer das Niveau derart nach oben gegeschraubt haben, dass sich ausnahmslos alle künftigen Thrashscheiben an diesem Album messen müssen! Eingefleischte Thrash/Deathfans dürfen sich freuen: Auf Enemy Of God stimmt einfach alles! Für die hiesige Gemeinde der harten Gangart ist dieses Werk ein ultimatives, geradezu unumgängliches Muss!!!
Ohhh ... ich ertappe mich gerade dabei, wie meine Hand mittlerweile nun schon zum fünften Mal die Reset-Taste des CD-Players betätigt ...

Toschi

 Tracklist:
  1. Enemy Of God
  2. Impossible Brutality
  3. Suicide Terrorist
  4. World Anarchy
  5. Dystopia
  6. Voices Of The Dead
  7. Murder Fantasies
  8. When Death Takes It's Dominion
  9. One Evil Comes - A Million Follow
  10. Dying Race Apocalypse
  11. Under A Total Blackened Sky
  12. The Ancient Plague
Discographie:
1985 - Endless Pain - Noise Records
1986 - Pleasure To Kill - Noise Records
1987 - Terrible Certainty - Noise Records
1989 - Extreme Aggression - Noise Records
1990 - Coma Of Souls - Noise Records
1992 - Renewal - Noise Records
1995 - Cause For Conflict - Gun Records
1997 - Outcast - Gun Records
1999 - Endorama - Drakkar
2001 - Violent Revolution - Steamhammer Records
2003 Review ansehen ... Live Kreation - Steamhammer Records
2005 Review ansehen ... Enemy Of God - Steamhammer Records
weitere Infos:

Homepage www.kreator-terrorzone.de

Label: Steamhammer Records


weitere Links
Interviews:

Interview: Kreator, 21.08.2003 Ich lehne Trends grundsetzlich ab, für mich entscheidet die Musik, ob ich was mag oder nicht

CD/DVD-Reviews:

CD-Review: Kreator - Live Kreation

Live-Reviews:

26.12.2001: Destruction, Kreator, Sodom (Rockfabrik, Ludwigsburg)
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04.08.2005 bis 06.08.2005: 16. Wacken Open Air (Wacken)


Diese Seite wurde 3 mal kommentiert
Slayermaniac (16.02.2005 01:20:56)
Du Schwachkopf...
Und der Auftritt beim WOA war auch okay, leider etwas leise für alle Hintenstehenden. Aber wer steht bei SLAYER schon hinten? Nur Tunten und Möchte-Gern Hardrocker.

SLAYER ist DIE MACHT....
Toschi (23.02.2005 12:53:10)
Hallo Slayermaniac,

bleib mal ruhig, locker und geschmeidig oder reläx einfach mal.

Nun zu deiner Kritik: Du hast wohl den Slayer-Auftritt entweder nicht richtig mitbekommen oder du warst 2003 nicht in Wacken dabei, denn ich stand weit vorn. Als Schwachkopf muss ich micht nicht von dir bezeichnen lassen. Es ist unfair, dumm und äußerst primitiv, andere in solcher Form zu beleidigen. Ein jeder Rezensent hat das Recht seine Sichtweise der Dinge mit ins Review einzubringen. Und Slayer schwächeln doch, zu dieser Meinung stehe ich. Meinungen sind wie Köpfe, jeder hat einen.

Seien wir mal ehrlich: Slayer haben in den vergangenen fünf Jahren nicht gerade viel gerissen, sprich bewegt. Natürlich gehört die Band zu den ganz Großen der Szene, allerdings zehrt sie heute ziemlich stark von der Vergangenheit, was aber nicht heißen soll, das ich der Band nichts mehr zutraue. Möglich, das Slayer irgendwann mal wieder ein Hammerscheibchen raushauen, das die gesamte Metalszene nachhaltig aufwirbeln wird. Tatsache ist jedoch auch, das sie ihre stärksten Scheiben Mitte bis Ende der 80er und gleich zu Beginn der 90er hatten.
Im Vergleich zu Slayer sind Kreator bis heute Konstant geblieben, während Slayer von ihrem großen Ruf zehren, das ist definitiv Fakt.

Gerade weil in den letzten drei Vier Jahren nicht mehr viel umwerfend tolles von den vier Texanern herauskam, (man höre nur mal das schwache God hates us all-Album) während sich die Altenessener Formation Kreator nicht nur treu geblieben ist, sondern über lange Jahre hinweg im Zuge harter Arbeit konsequent weiterentwickelt hat und allen musikalischen Trends trotzend mit Enemy of God voll auf der Höhe der Zeit liegt. Jetzt ernten Mille und Co. endlich verdientermaßen die Früchte ihrer jahrelangen harten Arbeit:

So lange ich Thrash-Metal höre, habe ich bis auf die schwache Endorama-Scheibe bislang noch kein richtig schlechtes Album von Kreator gehört,
doch das ist, wie bei einem Review ebenfalls schlichtweg Geschmackssache und Geschmack liegt bekanntlich im Auge des Betrachters.

Übrigens mal ganz nebenbei: Ich bin selbst Slayer-Fan, doch ich verschließe mich nicht vor den Tatsachen, sondern beobachte die Entwicklung und sehe die Dinge, wie sie sind, statt sie dort zu verschönern, wo es nichts zu verschönern gibt.

Mit Metallischem Gruß,

Toschi
Toschi (23.02.2005 13:16:45)
Ergänzung zu Slayermaniac's Kritik:

Hi, Slayermaniac, ergänzend zu meiner ersten Antwort soll noch mal folgendes richtig gestellt werden:

Ich habe so den Eindruck, das dir ein wenig Geschichtsunterricht in Sachen Hardrock/Metal nicht schlecht zu Gesicht stünde...

Davon mal ganz ab, das Thrash-Metal Marke Slayer mit Hardrock a la AC/DC, W.A.S.P oder Twisted Sister überhaupt nicht zu vergleichen ist...
-zwischen diesen beiden Stilrichtungen liegen schon in Bezug auf die Spielgeschwindigkeit Welten!

Somit liegst du mit einem derart krampfhaft an den Haaren herbei gezogenen Vergleich völlig daneben.

Im übrigen würde es ohne den Hardrock, auf dessen Wurzeln ein ganzes Genre fußt wohl auch den Thrash-Metal (inklusive Slayer) nicht geben..., da Slayer es für reizvoll hielten, etwas neues, bislang vorher nie dagewesenes auszuprobieren und es sich somit zur Aufgabe gemacht hatten, die härteste und schnellste Metalband zu werden. Das war für die vier Texaner die Antriebsfeder, um Thrashmetal zu spielen.
Ach ja: In der Zeit davor haben sie übrigens Priest-Coverversionen gespielt.

Soweit, sogut in Sachen Geschichtsunterricht bezüglich Slayer.

Gruß,

Toschi

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