Underground

Reaper - Victory V

(Spielzeit: 25 min./VÖ: 2004)
Reaper - Victory V

Nur wo Reaper draufsteht, ist auch Reaper drin. Wie gewohnt, zelebriert die Kasseler Metal Band auf ihrem aktuellen Mini-Longplayer einhundertprozent trendfreien, kompromisslosen, ehrlichen und grundsoliden Heavy Metal pur, der überhaupt keine Zweifel daran aufkommen lässt, was die Stunde geschlagen hat. Variantenreicher Powerspeed und klassischer Midtempo-Heavy Metal halten sich nach wie vor die Waage. Track eins Ex Oriente Lux ist ein krachender Powerspeed-Nackenbrecher in allerbester Reaper-Tradition. Praise Of The Morning Star überzeugt durch abwechselnd zweistimmigen mittleren und tiefen, kräftigen Gesang, wunderschöne Gitarrensoli, überraschende Rhythmus- und Tempowechsel, tolle Gitarrenhooks sowie stellenweise recht ungewöhnliches, stonerrockmäßiges Flair (siehe vor allem vereinzelt den pathetischen Gesang).
Generell bleibt festzuhalten, dass es der Band gelungen ist, ihre bisherigen Trademarks beizubehalten und vereinzelt mit Einflüssen anderer Stilrichtungen zu kombinieren, ohne auch nur einen Zentimeter von ihren bisherigen Wurzeln abzuweichen, was dem gesamten Fünftracker einen hohen Wiedererkennungswert verleiht und zeigt, dass die Band auch in musikalischer Hinsicht einen großen Schritt auf der Erfolgsleiter nach oben geklettert ist.
Als Highlight des vorliegenden Mini-Fünftrackers entpuppt sich Track drei, Nemesis, eine zunächst recht balladesk beginnende Nummer melancholischen Zuschnitts mit traurigem Inhalt, die anschließend ins schleppende Hardrockgewand übergeht, sich im Mittelpart steigert, zwischenzeitlich in ein wahres Gitarreninferno ausartend, in den Midtempo-Bereich zurückkehrt, dann noch einmal in den schleppenden Hardrockpart über wechselt, um am Ende wieder balladeske Form anzunehmen. Superb!!
Track vier, Napalm, stellt sich als kraftvoll groovende mit wechselndem Rhythmus durchsetzte Midtempowalze heraus (, welche durch den dezenten Einsatz zarten Frauengesangs veredelt, um eine zusätzliche, interessante Nuance erweitert wurde), während die Band mit dem letzten Stück Flight Of The Nazgul (eine schnelle Powerspeedhymne in bewährter Reaper-Tradition stehend) gelungenermaßen J.R.R. Tolkiens unübertrefflichem Jahrhundert-Fantasyklassiker, dem Herrn der Ringe Tribut zollt.
Kurzum: Reaper sind sich einmal mehr selbst treu geblieben und tun das, was sie bereits seit Jahren am besten können: Druckvollen, hymnenhaften Heavy Metal mit enorm viel Power, Melodie und Groove spielen, der oberamtlich voll auf die zwölf geht, des öfteren geschickt variiert und entsprechend fett produziert klingt. Abgerundet durch ein schönes Cover und mit einem Textblatt versehen, weiß diese gut aufgemachte Mini-CD ähnlich wie alle bisherigen Vorgängeralben des begnadeten Vierers einmal mehr auf ganzer Linie zu überzeugen. Klasse!

Toschi

 Tracklist:
  1. Ex Oriente Lux
  2. Praise Of The Morning Star
  3. Nemesis
  4. Napalm
  5. Flight Of The Nazgûl
Discographie:
1986 - Fairies Return (Demo)
1990 - Beyond All Time - Bellaphon
1992 - The Years Within - Mausoleum
2003 Review ansehen ... Elements
2004 Review ansehen ... Victory V (MCD)
weitere Infos:

Homepage www.reaper.de


weitere Links
CD/DVD-Reviews:

CD-Review: Reaper - Elements

Live-Reviews:

17.05.2003: Reaper (Kassel, Musiktheater)
26.07.2003: 2. Himmel Open Air (Hoof, Himmelwiese)
16.07.2004 bis 17.07.2004: 5. Rocktown Open Air (Bebra, Biberkampfbahn)
26.12.2005: Masters Of Cassel-Festival (Kassel, Musiktheater)
25.12.2008: 4. Masters Of Cassel-Festival (Kassel, Nachthallen)


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