CD-Reviews

The Amenta - n0n

(Spielzeit: 49 min./VÖ: 07.11.2008)
The Amenta - n0n

Igittitgitt: Man stelle sich vor, man hätte die altehrwürdigen Fear Factory doppelt so schnell abgespielt und einige Behemoth bis Morbid Angel mäßige Riffs hinzugefügt, dann habt ihr in etwa den brutalen Death Metal und Industrial Bastard, den The Amenta zelebrieren.
N0n zerrt mächtig an meinen Nerven, was vor allem an den klinisch unecht klingenden Drums liegt sowie den deutlich unterkühlten Riffbergen, die von sphärischen Sound- und Noisewällen aus dem Syntheszizer geschützt werden. Angeblich haben auf dem Album nicht weniger als sechs Sänger mitgewirkt, was aber keinen wirklichen Zugewinn bedeutet, denn zugänglich und flüssig ist das Album schon alleine weder aus instrumenteller noch aus allgemein kompositorischer Sicht.
Vielleicht bin ich für einen solchen Industrial Death Metal Hybrid Batzen auch zu alt und ein solch intensives Album wie N0n ist vielleicht sogar die Initialzündung für ein gänzlich neues Extremgenre neben dem Frickel Tech Death Mathcore Metal, den uns Bands wie Job For A Cowboy oder Beneath The Massacre derzeit um die Ohren hauen.
Die HC/Deathcore Fraktion dürfte jedenfalls bei The Amenta gänzlich außen vor bleiben und meines Wissen nach gibt es einfach keine wirkliche randnahe Metal-/Industrialszene, die solche Kreuzüberbastarde dringed suchen bzw. brauchen würde. Auch dem gewöhnlichen Death Metaller dürfte das hier alles ein wenig zu viel sein und zu sauber bis anstrengend konstruiert klingen.
Letztlich bleibt die Frage, ob die Zielgruppe von The Amenta nicht vielleicht erst noch geboren werden muss: So wie sich letztlich die derzeitige Metalszene konstituiert, dürften die Industrial Death Metal Kreuzüberburschen nicht viel mehr als eine vernachlässigbare Randnotiz sein, die einfach zu viel (elektronische) Offenheit einfordert, die der »gewöhnliche« Metalhörer einfach (noch?) nicht mitbringt. Schwierige Scheibe allemal aber trotzdem nicht unreizvoll.

Dirk

 Tracklist:
  1. On
  2. Junky
  3. Vermin
  4. Entropy
  5. Slave
  6. Whore
  7. Spine
  8. Skin
  9. Dirt
  10. Atrophy
  11. Cancer
  12. Rape
Discographie:
2002 - Mictlan (MCD)
2004 - Occasus
2008 Review ansehen ... n0n - Listenable Records
weitere Infos:

Homepage www.theamenta.com

MySpace www.myspace.com/theamenta

Label: Listenable Records


Diese Seite wurde 0 mal kommentiert

Kommentar schreiben







1
Artikel
diesen Artikel per Email verschicken:
Email
 Suchen
In den CD-Reviews nach:
am meisten gelesen:
Bewertung
Artikel bewerten:

Stimmen: keine
Punkte: 0/5
CD bewerten:

Stimmen: keine
Punkte: 0/5
Bestellen
Partner
Roadrunner Records
Maintain Records
Victory Records
Thundering Records
 Live-Reviews
25.12.2008
4. Masters Of Cassel-Festival
Kassel, Nachthallen
07.08.2008
bis
09.08.2008

Party San Open Air
Bad Berka
09.05.2008
bis
11.05.2008

Rock Hard Festival
Gelsenkirchen, Amphietheater
25.12.2007
3. Masters Of Cassel-Festival
Kassel, Nachthallen
01.11.2007
Powerwolf
Saarbrücken, Garage
16.08.2007
bis
18.08.2007

Summer Breeze 2007
Dinkelsbühl
11.08.2007
Powerwolf
St. Ingbert, Holzstock-Festival
04.08.2007
bis
06.08.2007

18. Wacken Open Air
Wacken
19.07.2007
Pink Cream 69
Saarbrücken, Roxy
05.06.2007
bis
09.06.2007

Swedenrock-Festival
Sölvesborg (S)
25.05.2007
bis
27.05.2007

Rock Hard-Festival
Gelsenkirchen, Amphietheater
26.12.2006
2. Masters Of Cassel-Festival
Kassel, Nachthallen
18.08.2006
bis
19.08.2006

Summer Breeze 2006
Dinkelsbühl
03.08.2006
bis
05.08.2006

17. Wacken Open Air
Wacken
28.07.2006
bis
29.07.2006

Rock Of Ages-Festival
Seebronn
Statistik
1590 CD-Reviews
282 Underground-CDs
24 DVD-Reviews
159 Interviews
124 Live-Reviews