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Sick - Satanism. Sickness. Solitude

(Spielzeit: 36 min./VÖ: 31.10.2008)
Sick - Satanism. Sickness. Solitude

Die weißrussischen Sick klingen wie sie heißen: Sick! Neun mal ultrafinsterer Endzeit Metal rumpelt auf Satanism. Sickness. Solitude durchs Geäst und lässt nichts als Fragen zurück. Was hatten diese drei Burschen im Essen? Saufen die morgens schon Autobatterienflüssigkeit? Haben die in Tschernobyl einen Proberaum gehabt?
Zugegeben, letztere Frage wirkt provokativ, aber genau damit kokettieren die drei Weißrussen. Ihr »Industrial Black Metal« sei quasi das Ergebnis der nuklearen Verseuchung. Sick klingen krank, aber alles andere als verstrahlt. Finsterer Doom, beissender krasser Black Metal, verloren klingender und unterkühlter Industrial Metal: Ästhethisch wie ein rostiger Nagel im Knie, herzlich wie ein schmilzender Atomreaktor, kurzum: Sick wirken beklemmend, machen Angst und sind nichts als widerliche Zerstörung, Tod und Hass, quasi die Eyehategod des Industrial Black Metal, klingend nach krankhaft wuchernden Ulver und einer Spur alter, aber halb so schneller Ministry und doch immer ganz individuell, eigenständig, einzigartig.
Satanism. Sickness. Solitude. hat einen ganz eigenen Charme, es bringt nichts hier auf einzelnde Elemente, Riffs, den Sound oder die Instrumentierung einzugehen oder partiell irgendetwas zu kritisieren: Sick legen ein beinahe filmreifes und doch »nur« auditiv wahrnehmbares Gesamtkonzept vor, dass man als solches einfach schlucken oder vergessen muss.
Fiese Samples, viiiiiiiel dunkle und kranke Atmosphäre überkommt euch hier … Der Abendhimmel leuchtet gelb, der Wind aus dem Osten bringt den Tod über euch, aus den Wolken lacht die Fratze der Vernichtung. Der perfekte Soundtrack für den nuklearen letzten Schlummertrunk aus tumorverzogener Fratze.

Dirk

 Tracklist:
  1. Welcome
  2. Helios
  3. The Way
  4. Hellsicker
  5. Alone
  6. The Light Of The End
  7. Emptiness
  8. Wandering Star
  9. Hologram
Discographie:
2008 Review ansehen ... Satanism. Sickness. Solitude - Spinefarm Records
weitere Infos:

Homepage www.hellsicker.com

Label: Spinefarm Records


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