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Grave - Back From The Grave

(Spielzeit: 43 min./VÖ: 21.10.2002)
Grave - Back From The Grave

Etwa zur selben Zeit wie Unleashed spielten auch Grave zu Beginn der 90er Jahre eine wichtige Rolle in der Death-Metal-Szene. Heuer melden sie sich zurück mit einem Album, das es gewaltig in sich hat, was das wirklich grottenschlechte Live-Album Hating Live (aus dem Jahr 1996) schnell vergessen läßt. Wußte schon das letzte Unleashed-Album voll zu überzeugen, sind diesmal Grave an der Reihe, eine dicke Schippe nachzulegen!
Der Titel des Albums könnte treffender nicht gewählt sein: Tiefer, dreckiger Gesang, aggressive Gitarren und eine Atmosphäre als würde die Gruppe aus einem im Moore liegenden Grabe auferstehen, zeigen unmissverständlich, wo es lang geht. Ähnlich wie schon beim letzten Unleashed-Album werde ich den Eindruck nicht los, dass die alten skandinavischen Death-Metal-Haudegen wieder stärker denn je zurück zu ihren Wurzeln gehen. Egal, welches der zehn Stücke man herausnimmt, dieser Silberling killt! Alles vernichtender traditioneller Old-Shool-Death-Metal ist auf diesem Longplayer Programm, es führt einfach kein Weg an den Schweden Grave vorbei! Gnadenlos mit voller Wucht wird man von der extrem dominanten, fetten Rhythmus-Klampfe überrascht, die einem mit jedem einzelnen Riff erbarmungslos auf die Glocke hauend, im Boden zu versenken scheint! Bass und Schlagzeug kommen mörderisch tight, der äußerst morbide, tiefe Growl-Gesang rundet diesen gelungenen Wutklumpen ab. Tracks wie Rise, Below, Bloodfed oder Thorn To Pieces hauen voll auf's Fressbrett, das es nur so kracht!
Äußerst roh und brutal hacken die Schweden drauflos, wie in ihren Anfangstagen, als man mit »You'll never see ...« eines der Top-Alben skandinavischen Death-Metals veröffentlichte und neben Bands wie Entombed, Unleashed oder Dismember in der ersten Reihe stand! Die beiden Gitarren bilden eine mächtig fette, geradezu bedrohliche Soundwand, die einen im wahrsten Sinne des Wortes erdrückt und das, obwohl die zehn Stücke vordergründig im Midtempo-Bereich gehalten sind! Desweiteren rollt und groovt jeder einzelne Track wie in den Anfangstagen des Vierers. Ein gutes, recht grundsolides Album, das die Schweden hoffentlich schon bald wieder dahin zurückbringen wird, wo sie zu Beginn der 90er standen und meines Erachtens nach hingehören: an die Spitze der schwedischen Death-Metal-Liga! Neben Runemagicks »Requiem Of The Apocalypse« Überhammer-Album ein weiteres Highlight skandinavischen Death-Metals. Kompromisslos, rauh und voll auf die Glocke, ganz ohne Keyboard-Spielereien, wie sie im Black-Metal-Bereich leider nur allzu häufig vorkommen und oftmals (von lobenswerten Ausnahmen wie Dimmu Borgir oder Mystic Circle einmal abgesehen ) zuweilen recht nervtötend, geradezu peinlich sind. Ja, das ist es, so muss Death-Metal klingen! Ein abgrundtiefes, fieses Stück Vinyl nur für die Härtesten. Die CD erscheint sogar im Doppelpack, da ihr zusätzlich eine kleine Bonus-CD beiliegt, die drei alte Demo-Stücke der Gruppe aus den Jahren 1988/89 enthält. Death-Metal-Maniacs können dieses günstige Teil zum Preis von einer Disk erstehen, das locker jeden einzelnen investierten Euro wert ist!

Toschi

 Tracklist:
  1. Intro
  2. Rise
  3. Behold The Flames
  4. Dead Is Better
  5. Receiver
  6. No Regrets
  7. Resurrection
  8. Below
  9. Bloodfed
  10. Thorn To Pieces
Discographie:
1991 - Into The Grave - Century Media
1992 - You'll Never See ... - Century Media
1993 - And Here I Die ... - Century Media
1994 - Soulless - Century Media
1996 - Hating Life - Century Media
1997 - Extremely Rotten - Century Media
2002 Review ansehen ... Back From The Grave - Century Media
2004 - Fiendish Regression - Century Media
2006 Review ansehen ... As Rapture Comes - Century Media
weitere Infos:

Homepage www.grave.se

Label: Century Media


weitere Links
Interviews:

Interview: Grave, 02.03.2005 Ich würde sagen, wir sind vom Gefühl her noch in den Neunzigern

CD/DVD-Reviews:

CD-Review: Grave - As Rapture Comes

Live-Reviews:

08.06.2006 bis 10.06.2006: Swedenrock Festival ((S) Sölvesborg)


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