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Orden Ogan - Vale

(Spielzeit: 55 min./VÖ: 22.02.2008)
Orden Ogan - Vale

Lange hat's gedauert und endlich geklappt: Orden Ogan sind bei einem Label angedockt.
Deutscher Fantasy-Teutonenstahl besitzt Tradition und hohen Kulturfaktor. Einige Beispiele gefällig? Helloween, Blind Guardian, Gamma Ray, Grave Digger, Mystic Prophecy, Mob Rules? Alles bekannt, aber teils nicht mehr wirklich umwerfend neu, geschweige denn, zeitgemäß.
Zweit- und Viertgenannte haben's immer noch drauf; erstere ihren Zenit längst überschritten, Drittgenannte orientieren sich wieder zurück an ihren Wurzeln, weil's umsatztechnisch gesehen rentabler ist, während Letztere trotz bester Chancen bisher immer knapp den Zug verpassten, um sich unter den Top-Five des Genres zu plazieren, (mit »Holloweed Be Thy Name« durften sie immerhin leicht am Sockelrand schnuppern, mehr aber auch nicht).
Bei fünftgenannter Kapelle, verhält sich's ähnlich. Die traditionelle Fantasy-Powermetal-Szene dürfte spätestens nach Vale mächtig ins Zittern geraten: Dieses sensationelle Traumscheibchens wird den verwaisten Thron hierzulande nicht nur kräftig ins Wanken bringen, sondern erster Anwärter darauf sein! War ich bereits vom enorm fetten M.o.C.-Auftritt des Orden Ogan im Kasseler Musiktheater im Dezember letzten Jahres völlig hin und weg, bin ich vom gerade frisch veröffentlichten Longplay-Silberling Vale ebenfalls nicht minder schwerstens beeindruckt.
Hoffentlich ist dem Label bewusst, welch kapitaler Brocken sich unter seinen Fittichen befindet! Besser wurde klassischer Melodic-Powermetal kombiniert mit Düster-Gothic-Romantic-, und Avantgarde-Touch, nordischen Klängen basierend auf traditionellem Teutonenstahlfundament nach der Jahrtausendwende, dem Millennium kaum umgesetzt!
Herrliche Chöre, durchsetzt von herrlich folk-hymnisch angehauchten Melodien, gebettet in Orchestralarrangements, gemischt mit leichten Progeinflüssen, satte Powerspeed- und Midtempoparts, niveauvoll-pathetische Melancholiczwischenspiele, zahlreiche erstklassig in Szene gesetzte sphärische Parts, klug durchdachte Rhythmus-, Groove-, Stil-, und Tempowechsel, sahnige Leadgitarren, Seebs traumhafter Klargesang und eine jederzeit straight und sicher an ihren Instrumenten fungierende Rhythmussektion lassen all meine Nackenhaare senkrecht nach oben stehen!
Egal ob druckvolle Midtempo-Smasher Marke Winds Of Vale, Farewell und This Is, This Was, oder knackige Powerspeed-Hymmnen vom Faß – siehe Reality Lost, - diese Formation strahlt auch live auf der Bühne etwas über alle Maßen Erhabenes aus, dem sich Metalheads reinsten Wassers einfach nicht entziehen können!
Bands wie Orden Ogan gehört ohne weitere Beschreibung die Zukunft des Melodic-Metals. Suchtperlen dieses erlesenen Kalibers werden dem Orden eine stetig wachsende Zahl neuer JüngerInnen bescheren und alle Fans erster Stunde die den Orden ins Herz geschlossen haben, in wahre Freudentaumel versetzen. Orden Ogan sind ein oberamtliches Muss für die klassische Melodic-Metal-Fraktion!
Gekrönt von einem superben Coverartwork allerfeinster Kunst liegt vielleicht schon zu Beginn des noch recht jungen Jahres das Überfliegerdebüt des Jahres auf meinem Schreibtisch. Weitere Anmerkungen überflüssig, außer: Phantastisch!!

Toschi

 Tracklist:
  1. Graves Bay
  2. To New Shores Of Sadness
  3. Winds Of Vale
  4. Farewell
  5. Reality Lost
  6. This Is
  7. This Was
  8. Something Pretending
  9. The Lords Of The Flies
  10. ... And If You Do Right
  11. What I'm Recalling
  12. A Friend Of Mine
  13. The Candle Lights
  14. Who's The Green Man
Discographie:
1997 - Into Oblivion (Demo)
1998 - Anthem To The Darkside (Demo)
1999 - Soli Deo Gloria (Demo)
2004 - Testimonium A.D.
2008 Review ansehen ... Vale - Yonah Records
weitere Infos:

Homepage www.ordenogan.de

MySpace www.myspace.com/ordenogan

Label: Yonah Records


weitere Links
Interviews:

Interview: Orden Ogan, 11.03.2008 eigentlich machen wir gar keine Experimente ... die Musik kommt so aus uns heraus

Live-Reviews:

25.12.2007: 3. Masters Of Cassel-Festival (Kassel, Nachthallen)


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