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Candlemass - King Of The Grey Islands

(Spielzeit: 54 min./VÖ: 06.07.2007)
Candlemass - King Of The Grey Islands

Nach dem traurigen, beinahe schon gewohnten Hick-Hack um Ex-Fronter Messiah Marcolin sind Candlemass mit einem weiteren Album am Start - vielleicht sogar heavier denn je!
Besser hätte die Truppe um Bandgründer Leif Edling es selbst mit Messiah Marcolin nicht machen können. Jedes Riff ist ein wuchtiger Hammerschlag in den Magen, jeder noch so kleinste Beat sitzt! Nach tonnenschweren Gitarrenriffs und immens purer Heavyness folgt im nächsten Moment schweigende Stille, tolle Akkustikgitarren und pathetischer Gesang werten den Inhalt zusätzlich auf ehe das Stahlmonster erneut zuschnappt!
Nach dem passenderweise hervorragend im klassischen Candlemass-Stil gehaltenen Epilog folgen neun pechschwarze Nummern, die das Band der Stille in tiefschwarz-unheilvolle Düsternis tauchen. Die Frage, ob Solitude Aeternus oder Candlemass die doomigste Band des Planeten sind, verkommt angesichts solch harter Fakten sogleich zur unwichtigsten Nebensache.
Geschwindigkeitsfanatiker werden auch diesem Candlemass-Silberling sicher kaum etwas abgewinnen. MetallerInnen von echtem Schrot und Korn dagegen reiben sich die Hände! Fest steht, das Solitude Aeturnus-Fronter Rob Lowe den gewohnt selbst über jede noch so kleinste Kritik erhabenen Job abgeliefert hat. Die sogar einen ganzen Tick aggressiver als auf dem letzten Solitude Aeturnus Scheibchen Alone heraus gepowerten Vocals des Solitude Aeturnus Fronters verleihen dem gesamten Album beinahe schon abnorm viel Härte, Intensität und Tiefe, während eine mächtige Killerflutwelle nach der anderen einem entfesselten Riesenseesturm gleich über die Köpfe des metallischen Klientels hinweg fegt. Candlemass-Fans werden King of the Grey Islands abgöttisch lieben!!! Ein deutlicheres Cover für den kultigen Albumtitel hätte die Doom-Legende erst recht nicht wählen können. Metaljünger/innen Kniet nieder! Blickt der gähnenden Leere abgrundtiefer Dunkelheit im Antlitz des morbiden Totenschädels mutig entgegen, - erstarrt in Ehrfurcht! Aussagefähiger als tausend Worte! Die neu aufgemotzten CD-Bonustracks At the Gallows End und Solitude ziehen gegen ihre stärkeren Originale klar den Kürzeren, denen ich jederzeit den Vorzug geben würde. Davon abgesehen stehen (mit Ausnahme vom sahnigen Intro) gleich neun direkte Treffer Mitten ins Schwarze für's Punkte- konto zu Buche, was laut Rechnung zusammen einhundert Prozent ergibt. Dieses erneut phänomenale Meisterwerk der Truppe um Leif Edling verdient mit jeder Silbe die Bestnote. Metal muß um richtig amtlich heavy zu klingen hyperschnell bis an die höchsten Akkord- und Geschwindigkeitsgrenzen heran kommend gespielt sein, diese im Bedarfsfall sogar bis zur totalen Frickelgicht überschreiten? Völlig idiotischer Quatsch! Scheiben wie King of the Grey Islands widerlegen diese recht naive These hohlen Sinngehalts geradewegs perfekt. - Definitiv nur für die Härtesten!!!

Toschi

 Tracklist:
  1. Prologue
  2. Emperor Of The Void
  3. Devil Seed
  4. Of Stars And Smoke
  5. Demonia 6
  6. Destroyer
  7. Man Of Shadows
  8. Clearsight
  9. The Opal City
  10. Embracing The Styx
Discographie:
1986 - Epicus Doomicus Metallicus
1987 - Nightfall
1988 - Ancient Dreams
1989 - Tales Of Creation
1990 - Live - Music For Nations
1992 - Chapter VI - Music For Nations
1994 - As It Is, As It Was
1998 - Dactylis Glomerata - Music For Nations
1999 - From The 13th Sun - Music For Nations
2002 - Documents Of Doom (DVD)
2002 - Black Heart Of Candlemass - Powerline Records
2003 - Doomed For Live - Powerline Records
2005 - Candlemass - Nuclear Blast
2005 - Curse Of Candlemass (DVD)
2007 Review ansehen ... King Of The Grey Islands - Nuclear Blast
weitere Infos:

Homepage www.candlemass.se

MySpace www.myspace.com/candlemassdoom

Label: Nuclear Blast


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