CD-Reviews

Burden Of Grief - Dead End Road

(Spielzeit: min./VÖ: 30.03.2007)
Burden Of Grief - Dead End Road

Burden Of Grief haben sich deutlich verändert: So sind seit der letzten Scheibe »Fields Of Salvation«, die lange drei Jahre zurückliegt, nur noch Sänger Mike und Bandleader bzw. Gitarrero Philipp erhalten geblieben, die sich eine komplett neue Mannschaft zusammen stellen mussten. Eine Veränderung, die man durchaus hört: Waren die Drums beim Vorgänger meist noch messerscharf, technisch anspruchsvoll verfrickelt und häufig rasend schnell, pflegt Nachfolger Sebastian auf Death End Road eher die gemäßigtere, konstante, nur noch mittelschnelle, nicht mehr allzu technische Keule zu schwingen.
Leider klingen die Drums doch sehr getriggert und unnatürlich, was sicherlich an Produzent Tommy Hansen liegen mag, der es diesbezüglich in letzter Zeit häufiger übertreibt. Auch die Neuzugänge an Bass und zweiter Gitarre haben offensichtlich dazu geführt, dass man von der typischen, urdeutschen Melodic Death Metal Route zugunsten modernerer, groovigerer Songs abgewichen ist und mehr Wert auf einprägsame Refrains legt, wobei die gesangliche Weiterentwicklung und Variabilität von Sänger Mike sehr positiv auffällt.
Natürlich gibt's von den Kasseler Burschen nach wie vor Death Metal mit Melodien, die jedoch zum Teil akzenturierter eingesetzt werden und die Riffs nicht mehr wie früher über weite Strecken verfolgen. Der früher deutlicher zu hörende Iron Maiden Einschlag ist kaum noch zu spüren, aber immer noch als Bauchgefühl präsent, was den Jungs schon in der Vergangenheit einige Fans zuspielte.
Ich hätte ein solches Album ehrlich gesagt nicht erwartet: Die früher lieb gewonnenen, technischen Bassfiguren und Spielereien gibt es leider nicht mehr, so tönt der Bass leider etwas leise und »nur noch« songdienlich, was aber in Verbindung mit den ebenfalls »reduzierten« Drums für eine klarere, sehr straighte Albumlinie sorgt.
Raserei und skandinavischer Speed sind einem neuen Grooveverständnis gewichen, was für die Band hoffentlich den richtigen Schritt in eine noch erfolgreichere Zukunft bedeutet und als Indiz für einen kapitalen Runderneuerungsschlag im Hause Burden Of Grief steht, der ihnen gut zu Gesicht steht.

Dirk

 Tracklist:
  1. Death End Road
  2. Vita Reducta
  3. Swallow The Sun
  4. The Game
  5. Running Scared
  6. The Killer In Me
  7. Drown In Sorrow
  8. Schizophrenic
  9. Passion Of The Night
  10. Road Of Visions
  11. Smashed To Pieces ´07 (Bonustrack)
  12. Immense Infinity ´07 (Bonustrack)
Discographie:
1999 - Haunting Requiems
2001 Review ansehen ... On Darker Trails - Massacre Records
2004 Review ansehen ... Fields Of Salvation - Remedy Records
2007 Review ansehen ... Dead End Road - Remedy Records
weitere Infos:

Homepage www.burdenofgrief.de

MySpace www.myspace.com/burdenofgrief1

Label: Remedy Records


weitere Links
Interviews:

Interview: Burden Of Grief, 22.10.2000 ... über Alf kam ich zum Metal ...
Interview: Burden Of Grief, 01.12.2001 Ein Interview mal etwas anders!
Interview: Burden Of Grief, 28.03.2004 Wir haben die Musik geschrieben, die uns gefällt und die wir selber auch hören wollen
Interview: Burden Of Grief, 22.04.2007 Death End Road

CD/DVD-Reviews:

CD-Review: Burden Of Grief - On Darker Trails
CD-Review: Burden Of Grief - Fields Of Salvation

Live-Reviews:

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21.09.2002 bis 22.09.2002: Metal gegen Krebs (Neukirchen)
11.07.2003 bis 12.07.2003: Rocktown Open Air 2003 (Bebra, Biberkampfbahn)
08.08.2003 bis 09.08.2003: Fun & Crust V (Höchstenbach)
11.10.2003: Art Of Darkness Festival (Scherfede, Waldhütte)
26.12.2005: Masters Of Cassel-Festival (Kassel, Musiktheater)
25.12.2008: 4. Masters Of Cassel-Festival (Kassel, Nachthallen)


Diese Seite wurde 1 mal kommentiert
Metallic-Dirk (27.03.2007 11:23:11)
Ich wollte nur mal folgendes ergänzen: Nachdem mich die netten Burden Jungs auf mein Review angesprochen haben, folgendes Statement seitens Schreiber hierzu: Ich habe versucht, die deutlich hörbaren Veränderungen im Hause Burden of Grief möglichst objektiv darzustellen. Ich mag das Album und die Band seit langer Zeit, sollte ein anderer Eindruck entstanden sein ist das klar falsch.. Wer mich kennt weiss aber, dass ich mich mit überschwänglicher Lobhudelei in den hellsten Tönen generell immer schwer tue. In diesem Sinne: Up the irons!

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