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General Surgery - Left Hand Pathology

(Spielzeit: 34 min./VÖ: 16.06.2006)
General Surgery - Left Hand Pathology

Das Infoblatt sagt bereits alles. Bei dieser Band bin ich mir ganz sicher, was auf mich zukommt. Ganz klar, die Jungs machen keine Gefangenen! Schon der megaflotte Opener If These Walls Could Talk, sorgt für übermässig heftige Nackenwirbelschmerzgarantie. Propellerheadbanging ist bei Stücken wie Arterial Spray Obsession oder The League Of Extraordinary Grave Robbers (welch kultige Titel!), oberste Metallerpflicht!
Wer auch immer der Typ hinterm Mikro sein mag, er kotzt, brüllt, schreit, würgt und grunzt, dass es eine Freude ist, diesem blutgetränkten, verruchten Grinddeath-Bastard sein Ohr zu leihen! Das Schlagzeug knallt ultrabrutal auf's Geweih, herrliches Kesselgerumse mit Arschtrittfaktor zehn sorgt für den richtigen Kick und das Klampfenduo sägt fast wie auf dem OP-Tisch ein Stück loses Fleisch nach dem anderen aus der Haut des Toten ... bis nur noch die puren Knochen blank liegen.
Wahnsinn! Ein Killerhook jagt das andere! Ohne Frage eines der besten Ballerscheibchen, das mir je untergekommen ist. Derart abnorm viel satter Groove gepaart mit tonnenschwerer Wucht und spielerischer Finesse wirkt beinahe schon anmaßend unverschämt.
Massig Breakattacken, hyperschnelles Blastgewitter, eine Intensität und Dichte, an die nur ganz wenige Bands heranreichen und superbe Melodien: So muss derbes Geknüppel der Sonderklasse aus dem Boxenbereich geschossen kommen! Während sich Cannibal Corpse mit dem letzten Album »Kill« keinen echten Gefallen taten, allenthalben 'ne blutarme Halbwurst in Umlauf brachten, liegt hier vielleicht das rattenschärfste Extremmetal-Killerscheibchen des Jahres in meinem Player! Was für ein grandioses Gebolze!
Obwohl der Titel Left Hand Pathology vielleicht im ersten Augenblick ein wenig an Entombed erinnert, haben beide Bands nichts miteinander gemein. Das Ding hämmert und groovt dermaßen schweinegeil im Takt als würde einem der Leibhaftige höchst persönlich in jedem Augenblick mit dem nackten Arsch ins Gesicht springen! Leute haltet euch fest, wenn ihr dieses Mörderteil je zu hören bekommt! Das Ding nagelt und bläst euch eiskalt, zielgerichtet ausnahmslos brutal an die Wand!
Obituary-, Cannibal Corpse-, S.F.U.-, Malevolent Creation, Fleshcrawl, Carcass-, Dismember, Bolt Thrower-, Jack Slaterfans: hier ist die entscheidende Frage für euch im Geiste: Seid ihr bereit für den Einblick in die Left Hand Pathologie?

Toschi

Mit einem anderen Cover kommt der langerwartete Vinyl LP Release des jüngsten General Surgery Albums Left Hand Pathology aus dem Hause Power-It-Up Records zu uns, wobei die wertige, geile Gatefold Aufmachung den CD Release von Listenable um Längen aussticht!
Die schwedische Ausgabe von Haemorrhage war beinahe zehn Jahre von der Bildfläsche verschwunden und sicherlich nur die Wenigsten können sich beispielsweise noch an »Necrology« von 1993 auf Nuclear Blast erinnern. Leider bauten die Schweden damals nicht auf ihrer Mini CD auf und waren nach einiger Zeit von der Bildfläche verschwunden, was immerhin dem Wachsen ihres Legendstatus gut getan hat.
Nun liegt Left Hand Pathology vor und es scheint, als wären General Surgery nie weg gewesen: Tonnenschwerer, höchst aggressiver und extrem brutaler Grindcore typischer Machart mit einigen Crustriffs und bollerndem Death Metal wird einfach nie unaktuell sein. Wer sich immer noch kein Bild machen kann, der nehme den Gitarrensound alter Entombed, mische viel Haemorrhage oder Retaliation plus ein wenig Nasum hinzu und schiebe das Ganze durch den frühen Carcass Fleischwolf.
Besonders positiv sticht der wahnsinnig druckvolle Sound hervor, bei dem die Gitarren ganze Arbeit leisten, der Bassdruck einfach unglaublich scheint und die Drums dir die Hirnmasse scheibchenweise von der Hirnschale schälen. Sehr gutturaler »Gesang«, im Wesentlichen kotzig bis diabolisch grunzend setzt dem Ganzen die Krone auf: General Surgery liefern mit Left Hand Pathology ein in der Form unerwartetes Old School Grindcore Meisterwerk ab, das all die nächsten Jahre problemlos überleben, für einige Nachahmer sorgen und die Grindszene am Leben halten dürfte.
Klarer Fall von Sammlerdruck: Wer jetzt nicht zugreift, der darf später keine Krokodilstränen weinen nud verpasst ein essentielles wie außerordentliches Meisterwerk an Brutalität und Kompromisslosgkeit allererster Kajüte.

Dirk

 Tracklist:
  1. If These Walls Could Talk
  2. Ambulance Chaser
  3. Fulguration
  4. Arterial Spray Obsession
  5. Necrodecontamination
  6. The League Of Extraordinary Grave Robbers
  7. The Admirable Teachings Of Burke & Hare
  8. Capricious Provisional Cadaver Grater
  9. Decomposer
  10. Viva! Blunt Force Trauma
  11. Cold Storage Fever
  12. Mucopurulent Mayhem
  13. Mortuary Wars
  14. Convivial Corpse Disposal Methodology
Discographie:
1993 - Necrology - Relapse Records
2006 Review ansehen ... Left Hand Pathology - Listenable Records
2007 - Left Hand Pathology - Power It Up Records (LP)
weitere Infos:

Homepage www.generalsurgery.nu

Label: Listenable Records


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