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Misery Index - Discordia

(Spielzeit: 33 min./VÖ: 19.05.2006)
Misery Index - Discordia

War mir der Name Misery Index bisher nur vom Hörensagen bekannt, bin ich spätestens jetzt, nach Anhören von Discordia um eine weitere positive Erfahrung reicher.
Die US-Deathmetalcombo prügelt sich druckvoll und brutal durch zehn Songs, die wirklich keine Gefangenen machen und garantiert nichts für Schmuserockenthusiasten sind. Dafür geht die Band gleich zu Beginn mit mächtig viel Dampf auf dem Kessel zu Werke, dass die Schwarte nur so kracht! - Wahrlich herrliches Geschrote, das im amtlichen Soundgewand eingespielt, für feuchte Augen sorgt! Schnelle Mörderhämmer wie Conquistadores, Outsourcing Jehova oder Meet Reality - um nur mal drei Songs des zweiten vollständigen Longplayers beim Namen zu nennen, treten kompromisslos, heftig und präzise wie ein Schweizer Uhrwerk in den Arsch.
Die zehn auf Discordia dargebotenen Tracks besitzen einen geradezu abnormen Groovefaktor, wie ihn zahlreiche Combos häufig verzweifelt suchen! Auch die immer wieder zum Vorschein kommenden Hardcore und Thrashelemente tun ihr übriges, um der Mucke von Misery Index das nötige Maß an Eigenständigkeit zu geben, das eine Combo dieses Formats braucht, um im knallharten Konkurrenzkampf ihrer Branche zu überleben.
Einziger Wehrmutstropfen, - sofern sich denn wirklich eine Schwachstelle auf diesem straighten Killerscheibchen ausmachen läSSt, ist die lediglich etwas zu knapp bemessene Spielzeit. Dreiundreißig Minuten sind für ein Album dieses Kalibers ein bischen zu wenig; es hätten ruhig noch ein oder zwei Songs mehr drauf sein dürfen ... allerdings relativiert sich diese Tatsache aufgrund der gebotenen Qualität beinahe von selbst, da Discordia ein prächtiges Album ist, das mächtig viel Power besitzt!
Fans von Brutal Truth, Napalm Death, Morbid Angel, Machine Head und Bolt Thrower können erleichtert aufatmen: Im Vergleich zum letzten Album hat die Band kein Gramm von ihrer Durchschlagskraft und Geschwindigkeit eingebüßt. Das zum Misery-Index-Sound wie die Faust auf's Auge passende CD Cover und die kritischen Texte sprechen eine deutliche Sprache. Hardcore, Thrash- und Deathmetalfans sollten ihre helle Freude an diesem brutal fett auf die Kacke hauenden Bastard haben!

Toschi

 Tracklist:
  1. Unmarked Graves
  2. Conquistadores
  3. Outsourcing Jehovah
  4. Breathing Pestilence
  5. Meet Reality
  6. Sensory Deprivation
  7. The Medusa Stare
  8. Dystopian Nightmares
  9. Discordia
  10. Pandemican
Discographie:
2001 - Overthrow - Anarchos Records (EP)
2003 - Retaliate - Nuclear Blast
2004 - Dissent - Anarchos Records (EP)
2006 Review ansehen ... Discordia - Relapse Records
weitere Infos:

Homepage www.miseryindex.com

Label: Relapse Records


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26.08.2005 bis 27.08.2005: Up From The Ground (Gemünden, Mainwiesen)


Diese Seite wurde 1 mal kommentiert
Dirk / MEtallic Zine (01.06.2006 20:07:59)
Hallo, ergänzend (weil doppelt besser hält), meine Kritik zu der CD:



Verdammt lang erwartet schmeissen uns MISERY INDEX endlich einen neuen Knüppel zwischen die Beine. Das neue Häckselwerk wurde auf den Namen „Discordia“ getauft und macht bei zehn Stücken in 33 Minuten klar, wer in Sachen Brutal Death Metal die Hosen anhat. Die quasi DYING FETUS Nachfolgeband um Mastermind Jason hatte schon mit ihrer Debüt EP „Overthrow“, die mittlerweile als gesuchtes und hochgefeiertes Kultobjekt gehandelt wird, gezeigt, dass man fett groovige Downbeats mit Hardcorereferenzen und technischen Death Metal Spielereien zu einer wirklich gelungenen und rundum stimmigen Suppe vereinen kann, von der alle Fans genannter Spielarten mehr als satt werden. Auf „Retaliate“ entwickelten die Amis ihren Stil weiter, so dass die vor kurzem erschienene EP „Dissent“ sowie die Split mit COMMIT SUICIDE quasi die Vorhöhepunkte zum neuen spielerischen Hochklasselevel darstellen, auf dem sich MISERY INDEX nunmehr befinden. Leider lässt wie schon auf der letzten EP der Sound etwas zu wünschen übrig und die etwas dünnen Drums lassen neben den zu leise abgemischten Gitarren etwas Schnittigkeit vermissen. Dennoch growlt und brüllt Jason wie eh und je fette Schleimklumpen raus und schmettert mit seinem Bass lebensbedrohliche Salven ab, die in Mark und Bein gehen. Vergleichbare Bands anzuführen ist bei MISERY INDEX eigentlich nicht möglich, werden doch die vier Krachmaten in den letzten Jahren selbst immer als Referenz in Plattenkritiken angeführt. Relapse Records haben mit „Discordia“ einen dicken Fisch am Haken, der trotz des flachen Sounds echtes Klassikerpotenzial hat und euch binnen Sekunden die Rübe abmontieren wird. Geiler Stoff!

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