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Mystic Prophecy - Savage Souls

(Spielzeit: 55 min./VÖ: 24.02.2006)
Mystic Prophecy - Savage Souls

Aaaaarrrrrrggggghhhhh! Wie lange habe ich darauf warten müssen, endlich selbst ein Mystic Prophecy-Album reviewen zu dürfen. Kürzlich war es soweit; - Mir wurde diese Ehre zuteil!
Irgendwie hatte ich schon im Vorfeld dieses Scheibchens, dessen gelungenes Frontcover allein schon zum mehrfachen Hingucken auffordert dürfte und demzufolge beinahe für sich spricht, ein gutes Gefühl, das letztlich sogar noch ein wenig übertroffen werden sollte.
Powermetal aus Deutschland wird in der Regel stets mit Bands wie Running Wild, Grave Digger, Helloween, Primal Fear, Gamma Ray, Stormwarrior und Co. in Zusammenhang gebracht. Mit Mystic Prophecy könnte sich bereits recht bald in naher Zukunft ein weiteres Aushängeschild in diese illustre Reihe hinzugesellen, das sich nahtlos in die 1. Liga der genannten Acts einfügt. Ein Aufstieg, dem durch Alben Marke Savage Souls soweit künftig überhaupt nichts im Wege stehen dürfte. Wunderschön kraftvoll, mit mächtig viel Druck auf dem Barometer produziert, liegt mit Savage Souls ein weiteres exzellentes Powermetal-Album vor, das die deutsche Formation Mystic Prophecy von ihrer allerbesten Seite zeigt. Nach drei ansprechenden Alben in der Vergangenheit, welche der Band bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad eingebracht haben, liegt nunmehr das bis dato vielleicht beste Werk des Fünfers vor, das Metal, Metal, Metal und nocheinmal Metal (!!!) schreit und dementsprechend bis zum Abwinken beinhaltet, was zahlreichen True- und Powermetalfans gefallen dürfte, zumal der Fünfer bei allen elf Tracks fast durchweg treibend schnell, geradlinig, handwerklich enorm sicher und hochmotiviert zu Werke geht, wobei sich Sänger Lias mit seiner jederzeit klaren, gut verständlichen, kräftigen, mittelhohen Reibeisenstimme angenehmer von zahlreichen Megahochtonheulboyen im Powermetalbereich abhebt, womit dieses Album schon jetzt zu den Powermetalhighlights des noch jungen Jahres (zumindest im nationalen Bereich, möglicherweise auch auf internationaler Ebene) gezählt werden kann.
Wer die drei bisherigen in den Jahren 2002 - 2004 veröffentlichen Alben »Vengeance« (2002), »Regressus« (2003) und »Never Ending« (2004) noch nicht kennt oder in seiner Sammlung stehen hat, kann beruhigt zugreifen und diese Lücke im Bedarfsfall schließen, sofern er/sie höchsten Wert auf Qualität statt Quantität - sprich: Klasse statt Masse legt.
Straight, hochmelodisch, durch die Bank weg groovig, schnell und beinahe mit Ansage hymnenhaft-kultig gibt's in aller Form die ultimative Vollbedienung für Herz Hirn und Ohren! Absolut vom Feinsten und zweifellos der Höhepunkt des vorliegenden vierten Mystic Prophecy-Longplayers sind die herrlich-superben Gitarrenduelle des Gitarristenduos Markus Pohl/Martin Grimm, siehe z. B. Track drei Evil Empires etc.; die Rhythmussektion entfacht enorm viel Druck, dass sogar selbst erklärte Nörgler, Skeptiker und Schlechtredner und Zweifler des Powermetalbereichs gefrustet vor Neid erblassen bzw. vor lauter Verzweiflung aus den Latschen kippen dürften, wenn sie dieses wirklich oberamtlich fett produzierte Scheibchen zu hören bekommen.
Sound, Songtexte, Strukturen, Bandschriftzug, Cover und natürlich selbstredend die Musik - auf diesem Silberling passt definitiv alles zusammen. Wenn die Band auch mit den nächsten Alben ihrer Linie treu bleibt, dürfte dem alsbaldigen Sprung in die Top-Liga eingangs erwähnter Größen nichts mehr im Wege stehen. So und nur so muss klassischer Heavy Metal auf höchstem Niveau in Reinkultur klingen! - Schlichtweg: Geil!!!

Toschi

 Tracklist:
  1. Burning Bridges
  2. Time Will Tell
  3. Under A Darkened Sun
  4. Dust Of Evil
  5. In Hell
  6. Never Surrender
  7. Wings Of Eternity
  8. When I'm Falling
  9. Warriors Of Lies
  10. Dead Moon Rising
  11. Never-Ending
Discographie:
2002 - Vengeance - B. Mind Records
2003 - Regressus - Nuclear Blast
2004 - Never Ending - Nuclear Blast
2006 Review ansehen ... Savage Souls - Massacre Records
weitere Infos:

Homepage www.mysticprophecy.com

Label: Massacre Records


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Live-Reviews:

02.06.2006 bis 04.06.2006: Rockhard-Festival (Gelsenkirchen, Amphietheater)


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